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API-Bestandsdaten bremsen EU-Gipfel- und Impfstoff-Euphorie

Mit dem Brüssel-Beschluss und der Impfstoffhoffnung kam gestern ordentlich Auftrieb an die Ölbörsen. Brent und WTI verzeichneten ihr mehrmonatiges Preishoch, bevor die Bestandsdaten des API die Stop-Kelle hochrissen und die Preisrallye vorerst beendeten. Die Rohöl-Futures gingen zwar auf hohen Preisniveaus aus dem Dienstagshandel, kamen heute Morgen jedoch nicht mehr an ihre gestrigen Tageshochs heran. Für Verbraucher im Inland ändert sich am Heizöl-Preisgefüge von gestern daher nicht viel. Regional bedingt ergeben sich nur marginale Auf- oder Abschläge.

Der Beschluss des EU-Gipfels in Brüssel, Corona-Hilfen in Höhe von 750 Milliarden Euro bereitzustellen, belebte die Finanzmärkte. Der Sonderfonds soll wirtschaftlich angeschlagene Staaten mit 390 Milliarden Euro bezuschussen, 360 Milliarden Euro sollen in Form von Krediten vergeben werden. Geeinigt hatten sich die Staats- und Regierungschefs auch auf den finanziellen Verfügungsrahmen des EU-Haushalts. Zwischen 2021 und 2027 sollen der EU Mittel von insgesamt 1074 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Die Finanzmärkte reagierten positiv auf die Einigung in Brüssel. Der Deutsche Aktienindex Dax und auch der EuroStoxx 50 legten deutlich zu. An den Aktienmärkten dominierte nach dem Beschluss des EU-Gipfels und den positiven Studien zu neuen Impfstoffen gegen das Corona-Virus der Optimismus. Die Ölbörsen ICE und NYMEX orientieren sich seit Wochen stark an den Finanz-und Aktienmärkten. Genährt von der guten Stimmung, durchbrachen die Rohöl-Futures gestern Vormittag daraufhin ihre Langzeithochs aus den letzten Monaten und knackten die 41,43 US-Dollar (WTI) und 43,93 US-Dollar (Brent)-Marken, erreichten im Tagesverlauf sogar 42,40 Dollar US-Dollar (WTI) und 44,89 US-Dollar (Brent), ihren höchsten Stand seit dem 6. März.

Als Aufwärtsbremse kamen dann die Daten des American Petroleum Institute (API) um die Ecke. Die Industriegruppe berichtete, dass die US-Rohölbestände für die letzte Berichtswoche um 7,5 Millionen Barrel gestiegen sind. Analysten gingen von Abbauten bei den Rohölvorräten aus, weshalb die Daten sehr überraschten. Dagegen sind die Vorräte für Destillate (Heizöl und Diesel) um 1,4 und die für Benzin um 2,0 Millionen Barrel gesunken. In der Driving Season liegt der Fokus besonders auf den Benzinbeständen, da sie einen wichtigen Wirtschaftsindikator darstellen. Marktteilnehmer warten nun auf die Bestandsdaten des Department of Energy (DOE) um 16:30 Uhr, die außerdem noch Angebot und Nachfrage sowie Zahlen zu Importen und Exporten betrachten.

Indes steigt die globale Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19. Mit seinem Post auf Twitter machte US-Präsident Donald Trump auf den Ernst der Lage aufmerksam und forderte seine Landsleute auf, Masken zu tragen, wenn ein ausreichender Abstand nicht eingehalten werden kann. Die kommunikative Kehrtwende und die starken Rohölaufbauten schüren erneut die Sorgen von Marktteilnehmern um einen weltweiten Nachfragerückgang und ließen das Aufwärtspotenzial der Ölfutures gegen die Wand laufen. Aufgrund des gegensätzlichen Kräftewirkens von Bulle und Bär, ist eine klare Richtung der Ölpreise nicht gegeben. Die Heizlpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz bleiben auch weiterhin günstig.

Börsendaten:

Mittwoch 22.07.2020 - 11:47 UhrSchluss Vortag 21.07.2020Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 43,87 $ pro Barrel 43,96 $ pro Barrel -0,20%
Gasöl 380,25 $ pro Tonne 383,25 $ pro Tonne -0,78%
Euro/Dollar 1,1522 $ 1,1531 $ -0,08% (konstant)
USD/CHF 0,9341 CHF 0,9327 CHF +0,15% (konstant)

alle Angaben ohne Gewähr 

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