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Klimaschutzprogramm der Bundesregierung - Update Jänner 2020

Was bedeutet das Klimaschutzprogramm für meine Ölheizung?

Das Bundeskabinett hat im Rahmen des Klimaschutzprogramms das Gebäudeenergiegesetz mit Vorschriften für den zukünftigen Betrieb und die Modernisierung von Heizungen verabschiedet. Dieser Gesetzentwurf durchläuft derzeit das Gesetzgebungsverfahren. Hier ist die Zustimmung des Bundestags notwendig. Es ist denkbar, dass im Laufe der Gesetzgebungsverfahren noch Änderungen an einzelnen Inhalten vorgenommen werden.

 

Dürfen Ölheizungen weiterhin betrieben werden?

Ja, bestehende Ölheizungen mit Niedertermperatur- und Brennwerttechnik können weiter betrieben werden - auch über das Jahr 2026 hinaus.

Was muss ich jetzt machen?
Es besteht kein Handlungsdruck. Haben Sie aktuell eine Heizungsmodernisierung mit Öl-Brennwerttechnik geplant, können Sie diese weiterhin umsetzen.

 

Darf ich künftig noch eine neue Ölheizung einbauen?

Ja, das dürfen Sie! Bis Ende 2025 können Sie Ihren alten Ölkessel einfach gegen ein neues Öl-Brennwertgerät austauschen. Eine Modernisierung der Ölheizung lohnt sich weiterhin, da der Heizölbedarf mit hocheffizienter Ölheiztechnik deutlich reduziert werden kann. Ab 2026 sollen Ölheizungen nur noch eingebaut werden dürfen, wenn sie erneuerbare Energien mit einbinden. (zB.: Solarthermie- oder Photovoltaikanlage) Der Einbau einer Ölheizung allein soll auch erlaubt sein, wenn kein Gas- oder Fernwärmenetz vorhanden ist und keine erneuerbaren Energien anteilig eingebunden werden können. Hat jemand bereits seine Ölheizung mit einer solarthermischen Anlage kombiniert, so soll er jederzeit einen Kesseltausch durchführen können, da das Gebäude bereits anteilig mit erneuerbaren Energien versorgt wird.

Hinweis für Baden-Württemberg: Der Einbau einer Öl-Brennwertheizung ist in jedem Fall bis Ende 2025 als auch nach jetzigem Stand darüber hinaus natürlich möglich. Da in Baden-Württemberg bereits heute die Vorgaben des erneuerbaren Wärme-Gesetzes (EWärmeG) zu beachten sind, müssen zur Erfüllung schon jetzt bei einer Modernisierung mindestens 15 Prozent erneuerbare Energien eingesetzt werden, z.B. durch ein 10-prozentiges Bio-Heizöl und einem (unverbindlichen) Sanierungsfahrplan. Ab 2026 dürfte voraussichtlich eine Hybrid-Lösung auch für  die Ölheizung in Baden-Württemberg weiter möglich sein. Das bedeutet zum Beispiel: Öl-Brennwerttechnik + Solarthermie oder Photovoltaik. Die Einzelheiten hierzu stehen aber noch nicht fest.

 

Bekomme ich noch Fördermittel für eine neue Öl-Brennwertheizung?

Für den Einbau neuer Öl-Hybridanlagen gibt es weiterhin staatliche Fördergelder. Finanziell unterstützt wird der Einbau der erneuerbaren Komponenten, wie zum Beispiel eine Solarkollektoranlage, mit 30% der Investitionskosten. Dabei sind die entsprechenden Förderbedingungen zu beachten. Nichtstaatliche Förderaktionen, zum Beispiel von Heizgerätehersteller, sind davon nicht betroffen.

Ich will jetzt meine Ölheizung modernisieren: Was ist mit der Einbindung Erneuerbarer?

Die Einbindung erneuerbarer Energien hilft grundsätzlich, die CO2-Emmissionen Ihres Hauses weiter zu verringern und ist daher eine sinnvolle Maßnahme. Dies ist auch vor dem Hintergrund der 2021 geplanten CO2-Bepreisung auf alle fossilen Energieträger sinnvoll. Sie können diese Einbindung aber auch unabhängig von der Heizungsmodernisierung, in einem zweiten Schritt, vornehmen. Dazu berät Sie der SHK-Fachbetrieb Ihres Vertrauens oder Ihr zuständiger Bezirksschornsteinfeger.

 

 

Praktische Helfer zu Förderungen

 

Fördermittelsuche online

Über ein Online-Formular des IWO können Sie mögliche Förderprogramme aufgrund Ihrer persönlichen Gebäudedaten und geplanten Maßnahmen einfach finden. Hier geht's zur Fördermittelsuche.

 

Profis stellen Ihren Förderantrag

Um sicher zu stellen, dass Sie keine Zuschüsse übersehen, empfiehlt es sich, vor Beginn der Modernisierung die Fördermittelexperten mit einer Vollmacht zur Antragstellung zu beauftragen. So werden Sie von der Recherche bis hin zum Online-Antrag vom Fördremittelservice unterstützt.

Die Experten er febis Service GmbH prüfen Ihre Handwerkerangebot auf alle Formalitäten, berechnen die maximale Fördersumme und unterstützen bzw. übernehmen für Sie die Antragstellung für die Förderprogramme. Die staatlichen Zuschüsse erhalten Sie dann vom BAFA.

Ihre Fragen beantwortet die Experten gerne MO bis FR von 9:00 bis 17:00 Uhr unter +49 6190 9263-435.

 

Quelle www.zukunftsheizen.de / Stand 7.1.2020

 

 

 

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