Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Shell Markenpartner
Heizölpreise im DACH-Raum uneinheitlich

Die Ölpreise stabilisieren sich im Mittwochshandel aufgrund der unsicheren Lage im Nahen Osten. Begrenzt wird die Aufwärtsbewegung durch die schwächelnde Nachfrage aus China und bearishe US-Bestandsdaten des API. Die Heizölpreise in Deutschland knüpfen an und klettern um durchschnittlich 0,3 Cent je Liter nach oben.

Die Ölpreise starten aufgrund der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten fester in den Mittwochshandel. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte auf 76,65 US-Dollar, der Preis für ein Fass der amerikanischen Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg auf 73,40 US-Dollar an. Die Märkte erwarteten weiterhin eine Vergeltung des Iran gegen Israel für die Tötung des Hamas-Führers Ismail Haniyeh in Teheran. Zusätzlich wurde bekannt, dass die Ölproduktion am größten libyschen Ölfeld Sharara eingestellt worden sei, was ebenfalls bullish auf die Preise wirkte. Begrenzt wird die Aufwärtsbewegung durch die schwache Nachfrage aus China und die Erholung des US-Dollars. Chinesische Handelsdaten zeigten, dass die täglichen Rohölimporte im Juli auf das niedrigste Niveau seit September 2022 gefallen sind. Zudem meldete das American Petroleum Institute (API) gestern umfassende Aufbauten bei den US-Rohölbeständen und Produkten, was die Preise ebenfalls belastete.
Nach der Tötung des politischen Anführers der Hamas, Ismail Haniyeh, in Teheran hat die Hamas Jahia Sinwar als seinen Nachfolger ernannt. Sinwar ist seit 1987 Mitglied der Hamas und war bereits Anführer der Hamas im Gazastreifen. Er wird als enger Verbündeter des Iran gesehen, was die Spannungen im Nahen Osten weiter verschärft. US-Außenminister Antony Blinken bezeichnete Sinwar als entscheidende Figur für eine mögliche Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas. Gleichzeitig meldete das American Petroleum Institute (API) einen unerwarteten Anstieg der US-Rohölvorräte, was sich bearish auf die Ölmärkte auswirkte. Die API-Zahlen zeigten, dass die Rohölvorräte in der vergangenen Woche um 0,2 Millionen Barrel zugenommen haben. Analysten hatten einen Rückgang der Rohölbestände um 700.000 Barrel erwartet. Die Benzinvorräte stiegen um 3,3 Millionen Barrel, entgegen der Erwartung eines Rückgangs um 1,0 Millionen Barrel. Auch die Destillatvorräte legten um 1,2 Millionen Barrel laut API zu. Die offiziellen Daten des US-Energieministeriums (DOE) werden Klarheit bringen, wie sich die US-Bestände verändert haben.
Seit gestern geht es für die Heizölpreise in Deutschland erstmal wieder nordwärts. Aktuell markieren diese einen bundesweiten durchschnittlichen Preis von knapp 96 Cent je Liter und sind damit zurück auf dem Vorwochen-Niveau. Auf Jahressicht bewegen sich die Heizölpreise dennoch im unteren Preis-Drittel und bieten hinsichtlich der bevorstehenden Heizsaison eine gute Kaufgelegenheit. Deutlich gefälliger zeigen sich die Preiskurven in Österreich. In Österreich haben die Heizölpreise seit Anfang Juli eine Abwärtsbewegung eingeschlagen, die konsequent beibehalten wird. Der landesweite Durchschnittpreis fällt heute auf 1,13 Euro pro Liter und ist damit fünf Prozent günstiger als im Vormonat. 


Börsendaten:
Mittwoch 07.08.2024 - 11:59 Uhr Schluss Vortag 06.08.2024 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 77,35 $ pro Barrel 76,12 $ pro Barrel +1,62%
Gasöl 711,25 $ pro Tonne 703,00 $ pro Tonne +1,17%
Euro/Dollar 1,0912 $ 1,0929 $ -0,16% (konstant)
USD/CHF 0,8637 CHF 0,8511 CHF +1,48% (fester)



alle Angaben ohne Gewähr
@interaid GmbH
zurück