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Keine Einigung: OPEC+ schickt Ölpreis weiter nach oben

Die Öl- und Heizölpreise steigen auch am Dienstag weiter. Die für Montag angesetzten OPEC+-Verhandlungen führten zu keiner Einigung hinsichtlich höherer Förderquoten. Der Rohölpreis (Brent) kann infolgedessen weiter zulegen und markiert ein neues Langzeithoch bei knapp 78 Dollar je Barrel. Die heimischen Heizölpreise ziehen nach und zeigen sich durchschnittlich 0,5 Cent je Liter fester. Die Nachfrage bleibt schwach, zeigt sich aber gegenüber dem Juni mittlerweile deutlich belebt.

Die OPEC und insbesondere ihr Schwergewicht Saudi-Arabien hat den Ölmarkt weiterhin fest im Griff. Zum einen gab es am gestrigen Montag neuerlich keine Einigung über den Vorstoß der Vereinigten Arabische Emirate zu einer stärkeren Anhebung der Förderquoten, zum anderen gab Saudi Arabien heute höhere Exportpreise für den August bekannt. Die staatliche Ölgesellschaft Saudi Aramco passt ihre Auf- und Abschläge gegenüber den regionalen Referenzpreisen für alle Erdteile nach oben an. Fazit: Öl ist genug vorhanden, das Gros der Exportstaaten setzt ausgangs der Corona-Krise aber vor allem auf Preis- statt Absatzmengenmaximierung. Russland und Mexiko sind als Teil der OPEC+ auf einer Linie mit den OPEC-Staaten. Die USA sind aktuell noch nicht in der Lage, die eigene Ölförderung soweit auszuweiten, als dass sie die Preise am Weltmarkt unter Druck setzen könnten.

Der heimische Heizölmarkt zeigt sich trotz oder zunehmend auch wegen der steigenden Ölpreise leicht belebt. Aufgrund der voranschreitenden Jahreszeit ziehen Verbraucher offenbar häufiger die Reißleine, um noch stärker steigenden Ölpreisen zuvorzukommen. Die Hoffnung, auf eine ausgeprägte Ölpreiskorrektur, noch vor dem Herbst, schwindet. Je näher es auf die Heizperiode zugeht, desto stärker wird folglich der Handlungsdruck, denn nach dem kalten Frühjahr sind viele Tanks leer. Speziell bei Rückschlägen am Ölmarkt könnte die Heizölnachfrage erfahrungsgemäß schon Ende August einen ersten Höhepunkt erreichen. So oder so lässt die auffallend geringe Tankaktivität der Privathaushalte eine außergewöhnlich hohe Heizölnachfrage im Herbst erwarten.

Börsendaten:

Dienstag 06.07.2021 - 14:58 UhrSchluss Vortag 05.07.2021Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 76,87 $ pro Barrel 77,10 $ pro Barrel -0,30%
Gasöl 618,00 $ pro Tonne 617,00 $ pro Tonne +0,16%
Euro/Dollar 1,1843 $ 1,1862 $ -0,16% (konstant)
USD/CHF 0,9226 CHF 0,9224 CHF +0,02% (konstant)

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