Datenschutzinformation
Der datenschutzrechtliche Verantwortliche (Bronberger & Kessler Handelsgesellschaft u. Gilg & Schweiger GmbH & Co. KG, Deutschland) würde gerne mit folgenden Diensten Ihre personenbezogenen Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Diese Webseite verwendet Cookies. Details zur Cookie-Verwendung.
Durch die weitere Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Akzeptieren
Jetzt Klimaneutral

Darum warten Marktteilnehmer auf OPEC+-Entscheidung

Die gestrigen US-Bestandsdaten des US-Energieministeriums bestätigten den Rückgang der Rohölbestände und damit die weiterhin robuste Nachfrage bei knappen Angebot. Heute ist es an der OPEC+ auf diese Marktsituation zu reagieren. Die Ölpreise sind vor dem Meeting fester in den Tag gestartet. Für die Heizölpreise geht es ebenfalls rund 0,4 Cent bzw. Rappen pro Liter nach oben.

Das Department of Energy (DOE) veröffentlichte gestern Nachmittag die offiziellen US-Bestandsdaten und bestätigte die starken Abbauten bei den US-Rohölvorräten. Laut DOE stieg die Nachfrage weiter an, während die Rohölproduktion auf gleichem Niveau verharrte. Diese Situation bestärkt die Sorgen der Marktteilnehmer, dass zu Angebotsengpässen kommen könnte. Am Morgen notierten die Brent-Futures bei 75,14 US-Dollar pro Barrel, die von WTI kletterten auf 74,02 US-Dollar je Fass. Neue Impulse werden heute vom OPEC+- und JMMC-Treffens erwartet.

Mit dem heutigen OPEC+-Meeting steht die wichtige Entscheidung an, wie die Organisation und Verbündete zukünftig ihre Produktionsstrategie weiterführen. Berücksichtig werden viele Faktoren, die jetzt noch schwer absehbar sind. Doch warum schauen Marktteilnehmer so gebannt auf das heutige OPEC+-Meeting, das traditionell in Wien abgehalten wird, wo auch der Sitz der Organisation ist? Die OPEC wurde 1960 gegründet und bestand damals aus den fünf Förder- und Exportstaaten Irak, Iran, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela. Die Intention, die dahinter steckte, war die Koordinierung der Erdölpolitik in den Förderstaaten, das Marktgleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herzustellen und für die Investoren der Erdölindustrie stabile und wirtschaftliche Preise zu erreichen. Heute umfasst die OPEC 13 Mitgliedsstaaten, die sich in der Fördermengenstrategie nicht immer einig waren. Als im Jahr 2016 im Rahmen des Atomabkommens die Sanktionen gegen den Iran wegfielen, exportierte das Land täglich 0,5 Millionen Barrel, das den Weltmarkt zusätzlich flutete. Der Angebotsüberhang führte dazu, dass die Ölpreise auf ihr damaliges Zwölf-Jahrestief fielen. Brent kostete 27 US-Dollar je Fass, WTI rutschte auf 28 US-Dollar pro Barrel ab. Die Folge war, dass die OPEC im Jahr 2016 ein Zweckbündnis mit zehn Nicht-OPEC-Staaten (Russland, Mexiko, Oman, Sudan, Südsudan, Malaysia, Kasachstan, Brunel Darussalam, Bahrain und Aserbaidschan) einging, um die Preisstabilität wieder herzustellen. Das als OPEC+ zusammengefasste Bündnis kontrolliert heute mehr als 40 Prozent der weltweiten Ölförderung. Der OPEC-Anteil am weltweiten Rohöl-Export lag 2019 bei knapp 50 Prozent, weshalb OPEC-Entscheidungen eine wichtige Stellschraube bei der Preispolitik sind. Zugpferd bei der Ölproduktion innerhalb der OPEC ist Saudi-Arabien, für das Erdöl die wichtigste Einnahmequelle des Landes war und bleibt. Durch die Corona-Pandemie nahm Saudi-Arabien von April bis Juni 2020 knapp 32,5 Milliarden US-Dollar weniger ein als noch im Vorjahr. Die massiven Förderkürzungen, die die OPEC+ daraufhin beschloss, führten dazu, dass sich die Ölpreise im Sommer letzten Jahres stabilisierten. Auch über 60 Jahre nach der Gründung bleibt die Regulierung des globalen Ölangebots wichtigstes Instrument, um die Ölpreise zu kontrollieren.

Russland ist nach den USA größter Rohölproduzent der Welt und wichtigster Verbündeter im OPEC+-Bündnis. Während Saudi-Arabien noch auf Zeit setzt mit neuen Lockerungen der gemeinschaftlichen Förderkürzungen, sieht Russland keinen Grund, dem Markt weiterhin Öl vorzuenthalten. Der technische Ausschuss (JTC) der OPEC+ erwarte zwar ein Wachstum der weltweiten Ölnachfrage um 6 Millionen Barrel pro Tag bis Ende 2021, sagte jedoch, dass „erhebliche Unsicherheiten“ verbleiben. Dazu zählen Abweichungen bei der globalen Wirtschaftserholung, steigende Staatsverschuldungen, ungleichmäßige Impfstoffverteilungen und natürlich auch die zügige Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus, die eine mögliche Ölschwemme im nächsten Jahr hervorbringen könnten.

Donnerstag 01.07.2021 - 13:26 UhrSchluss Vortag 30.06.2021Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 76,07 $ pro Barrel 75,13 $ pro Barrel +1,25%
Gasöl 608,75 $ pro Tonne 599,00 $ pro Tonne +1,63%
Euro/Dollar 1,1870 $ 1,1857 $ +0,11% (konstant)
USD/CHF 0,9250 CHF 0,9244 CHF +0,06% (konstant)

alle Angaben ohne Gewähr

@ interaid GmbH

Zurück

Heizöl bestellen

1
2
? Bitte geben Sie hier Ihren Heizölbedarf an.
Nach dem Login bzw. der Registrierung kommen Sie zur Produktauswahl. Hier können Sie sich entscheiden, ob Sie sofort Heizöl bestellen, einen Wunschpreis eingeben möchten oder den aktuellen Heizölpreis berechnen möchten.

Ihr Ansprechpartner

Sie möchten Ihre Bestellung telefonisch aufgeben?
Ihr Ansprechpartner