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Versorgungsengpässe treiben Ölpreise an

Die Ölmärkte zeigen sich zur Wochenmitte in Aufwärtsstimmung. Brent-Rohöl klettert auf 76,46 US-Dollar pro Barrel. Für Unterstützung sorgen weiterhin die Ausfälle bei den kasachischen Ölexporten und eine neue Kältewelle in den USA. Die Heizölpreise in Deutschland nehmen die Aufschläge mit. In Österreich bleiben die Heizölpreise auf Seitwärtskurs.

Die Ölpreise setzten ihren Aufwärtstrend zur Wochenmitte fort. An den Börsen ICE und NYMEX stützten insbesondere Versorgungsengpässe aus Russland und den USA die Notierungen. Brent-Rohöl kletterte auf 76,39 US-Dollar (+ 55 Cent) pro Barrel, während WTI bei 72,44 US-Dollar (+ 59 Cent) notierte. Nach dem ukrainischen Drohnenangriff auf eine russische Ölpumpstation wurden die Ölströme durch die Kasachstan-Pipeline um bis zu 40 % gedrosselt, was einem Verlust von rund 380.000 Barrel pro Tag entspricht. Zudem bleibt unklar, ob Washington seine Sanktionen gegen Russland bald lockern könnte. Während Goldman Sachs hier keinen großen Einfluss auf die russische Produktion erwartet, könnte eine mögliche Annäherung zwischen den USA und Russland den Markt dennoch beeinflussen.

Gleichzeitig sorgt eine erneute Kältewelle in den USA für Produktionsausfälle. In North Dakota könnte die Förderung um bis zu 150.000 Barrel pro Tag sinken, nachdem bereits im Januar extreme Temperaturen erhebliche Einschränkungen verursacht hatten. Auch die OPEC+ sorgt für Unsicherheit: Marktteilnehmer spekulieren, dass die für April geplante Produktionsausweitung verschoben werden könnte. Dies könnte das Angebot weiter verknappen und die Preise stützen. Experten betonen jedoch, dass der Druck von Nicht-OPEC-Staaten entscheidend sein wird, da eine erhöhte Produktion außerhalb des Kartells den Preisanstieg begrenzen könnte.

Kurzfristig richten sich die Blicke auf die verzögert erscheinenden API- und DOE-Bestandsdaten, die weitere Hinweise auf die aktuelle Marktlage liefern könnten. Die Unsicherheiten bleiben hoch, was sich direkt in der Preisentwicklung widerspiegelt.

Die feste Tendenz an den Ölbörsen färbt auch auf den Heizölmarkt im Inland ab. Verbraucher werden auch heute mit Preisaufschlägen konfrontiert. In Deutschland kostet Heizöl durchschnittlich 98 Cent pro Liter. Günstiger können Ölheizer in den südlichen Bundesländern Heizöl kaufen. Hier kostet der flüssige Brennstoff im Mittel 96,8 Cent je Liter. Mit knapp 1,17 Euro je Liter bleiben die Heizölpreise in Österreich auf Seitwärtskurs.


Börsendaten:
Mittwoch 19.02.2025 - 12:52 Uhr Schluss Vortag 18.02.2025 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 76,50 $ pro Barrel 75,77 $ pro Barrel +0,96%
Gasöl 723,50 $ pro Tonne 716,75 $ pro Tonne +0,94%
Euro/Dollar 1,0423 $ 1,0449 $ -0,25% (etwas schwächer)
USD/CHF 0,9040 CHF 0,9034 CHF +0,07% (konstant)



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