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Sinkende Rohölbestände treiben den Heizölpreis nach oben

Die amerikanischen Rohölbestandsdaten des API treiben den Heizölpreis weiter nach oben. Lockerungen durch ein schnelles erfolgreiches Ende der Verhandlungen zwischen Iran und den USA sind nicht abzusehen und damit auch nicht mehr iranisches Rohöl auf dem Weltmarkt. Auch bei den OPEC+ ist für August keine Produktionssteigerung zu erwarten. Auf den Heizölpreis pro 100 Liter wirkt sich dies mit einer Verteuerung von ca. 0,6 Euro bzw. Franken aus.

Die International Energy Agency (IEA) hat Ihren Monatsbericht veröffentlicht. Laut diesem geht die IEA von einem weltweit wachsenden Bedarf nach Rohöl aus. Laut IEA liegt das Wirtschaftswachstum besonders an den Erfolgen bei den Corona-Impfungen und den damit einhergehenden Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen. Preissteigernd wirkt sich der Report auch deshalb auf das Rohöl aus, weil die OPEC+ Staaten voraussichtlich im August Ihre Förderquoten nicht erhöhen. Dies wird voraussichtlich zu Abbauten bei den Beständen führen. Experten der IEA gehen davon aus, dass es in diesem Jahr zu den niedrigsten Bestandsdaten an Rohöl weltweit im Zehn-Jahres-Vergleich kommen könnte. Das Verhalten der OPEC+ sehen die Experten der IEA allerdings mittel- bis langfristig als Potential für niedrigere Ölpreise. Es wird vermutet, dass sich die Ölproduzierenden Staaten in einem stagnierenden Markt mit hoher Nachfrage in einen Kampf um Marktanteile begeben könnten. Sollte dieses Szenario eintreten, würde dies die Ölpreise voraussichtlich senken.

Aus dem Iran sind für August vorerst auch keine höheren Exporte zu erwarten. Die Verhandlungen zum Atomabkommen mit den USA werden voraussichtlich bis Mitte August ruhen, da der neue Präsident des Irans Ebrahim Rais erst ab dem fünften August das Amt des Präsidenten übernimmt. Sollte es danach zu einer Einigung kommen, könnte dies signifikante Mengen iranischen Öls auf den Weltmarkt bringen und damit die Preise für Rohöl senken.

Die Daten des American Petroleum Institute (API) von gestern Abend wirken sich erwartungsgemäß preissteigernd aus. Die amerikanischen Rohöl- und Benzinvorräte sind erwartungsgemäß gesunken. Leichte Aufbauten zum Beispiel beim Heizöl haben in der aktuellen Saison noch keine preissenkende Wirkung. Mit weit mehr Spannung für den Öl-Preis werden jedoch die Daten des amerikanischen Department of Energy (DOE) heute Nachmittag erwartet. Sollten diese die Daten des API bestätigen, könnte es in den kommenden Tagen zu deutlichen Preissteigerungen kommen.

Auf die Inlandspreise wirkt sich die aktuelle Entwicklung preissteigernd aus. Ca. 0,6 Cent bzw. Rappen pro Liter Heizöl müssen Käufer im Vergleich zum Vortag einplanen. Die heute Nachmittag vom amerikanischen DOE veröffentlichen Daten, könnten allerdings kurzfristig den Preis noch weiter in die Höhe treiben. Auch wenn sich die Heizölpreise in den letzten drei Monaten nach oben entwickelt haben und eine kurzfristige Umkehrung unwahrscheinlich ist, so sind die Preise im drei Jahresvergleich noch als moderat anzusehen. Mittelfristig wird für die Preisentwicklung wiederum sein, wie sich die OPEC+ Staaten verhalten werden und ob es in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran positive Fortschritte geben wird.


Börsendaten:
Mittwoch 14.07.2021 - 12:01 Uhr Schluss Vortag 13.07.2021 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 75,93 $ pro Barrel 76,36 $ pro Barrel -0,56%
Gasöl 612,75 $ pro Tonne 616,75 $ pro Tonne -0,65%
Euro/Dollar 1,1791 $ 1,1779 $ +0,10% (konstant)
USD/CHF 0,9190 CHF 0,9183 CHF +0,08% (konstant)

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