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Optimistischer Blick auf Kraftstoffnachfrage stützt Ölpreise

An den Börsen steigt der allgemeine Optimismus hinsichtlich der globalen Rohölnachfrage, wie auch die geplante Erhöhung der OPEC-Fördermengen ab Mai unterstreicht. Doch die dramatische Lage in Indien mit mehr als 300.000 Corona-Neuinfektionen täglich, lässt Unsicherheiten zurück. Im Inland hält der schwächere EUR/US-Dollar-Kurs das Aufwärtspotenzial in Schach. Der Liter Heizöl kostet heute etwa 0,2 Cent bzw. Rappen mehr.

Zwischen den Pandemiesorgen, die auch nach 14 Monaten noch allgegenwärtig sind, und der langsamen Erholung der weltweiten Wirtschaft, setzt sich die Hoffnung an den Börsen immer mehr durch. Die Ölpreise legten im Dienstagshandel zu, nachdem das JMMC gestern entschied, den Kurs der schrittweisen Erhöhung der eigenen Fördermengen beizubehalten. Auch optimistische Prognosen zur Erholung der globalen Kraftstoffnachfrage stützten die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr auf das Niveau von vor dem Pandemiebeginn. Die Brent-Rohöl-Futures verblieben am Morgen in der Nähe ihrer Vortageshochs und notierten bei 66,39 US-Dollar pro Barrel. Die Rohöl-Futures von US West Texas Intermediate (WTI) bewegten sich kaum und fielen leicht auf 62,89 US-Dollar pro Fass zurück.

Das auf gestern vorverlegte virtuelle Meeting des JMMC, das Kontrollgremium der OPEC, schürte bei Anlegern Spekulationen, an den bisherigen Regulierungsmaßnahmen für die Ölförderung der OPEC-Länder festhalten zu wollen, um auf die dramatische Lage in Indien, Japan und Brasilien zu reagieren. Doch die Entscheidung der OPEC+, wie geplant ab Mai mehr zu produzieren, zeigte das Vertrauen der Produzenten in eine Erholung der globalen Nachfrage. Durch den schnellen Impffortschritt in Europa erwartet die US-Bank Goldman Sachs "den größten Anstieg der Ölnachfrage aller Zeiten, einen Anstieg von 5,2 Millionen Barrel pro Tag in den nächsten sechs Monaten", wie es in einem Research-Bericht heißt. In einem Bericht von OPEC+ -Experten wird sogar ein Anstieg um 6,0 Millionen Barrel pro Tag für 2021 prognostiziert. Ein Dämpfer gab es gestern von dem American Petroleum Institute (API), das berichtete, die US-Rohölvorräte seien in der letzten Woche um 4,3 Millionen Barrel gestiegen. Die massiven Aufbauten wichen stark von den von Analysten erwarteten leichten Rückgang der Ölvorräte ab. Starke Abweichungen zeigten sich auch bei den Raffinerieprodukten. Das API meldete für die Destillate (Heizöl und Diesel) einen Rückgang von 2,7 Millionen Barrel, entgegen der geschätzten Abbauten von 0,1 Millionen Barrel. Die Benzinvorräte gingen um 1,3 Millionen zurück. Ob das der höheren Kraftstoffnachfrage geschuldet ist oder einem Rückgang der Raffinerieauslastung wird das Energieministerium heute um 16:30 Uhr zeigen. Dieses betrachtet neben den Bestandsveränderungen auch Zahlen zu Nachfrage, US-Rohölproduktion und den Importen/Exporten.

Die Heizölpreise sind aufgrund der gestrigen Aufwärtsdynamik an den Börsen heute noch fester, verbleiben dennoch in ihrem Seitwärtstrend. Mit einem innerdeutschen Durchschnittpreis von 61,85 EUR pro 100 Liter ist nun das Preisniveau von Januar 2020 erreicht. Die erhofften Lockerungen im Juli und die erwartete Freigabe der Tourismusbranche dürften auch hierzulande einen sprungartigen Anstieg der Kraftstoffnachfrage auslösen. Auch in diesem Jahr liegen die beliebtesten Reiseziele im eigenen Land und werden mit dem Auto realisiert. Reisen in das Ausland sind für viele erst ab 2022 denkbar.

HeizOel24-Tipp: Eine kleine Hilfe, wie Sie immer beim Heizölkauf sparen können, finden Sie in unseren Spartipps. HeizOel24. 28.04.2021

Börsendaten:
Mittwoch 28.04.2021 - 12:17 Uhr Schluss Vortag 27.04.2021 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 66,47 $ pro Barrel 66,56 $ pro Barrel -0,14%
Gasöl 529,25 $ pro Tonne 531,25 $ pro Tonne -0,38%
Euro/Dollar 1,2069 $ 1,2090 $ -0,17% (konstant)
USD/CHF 0,9152 CHF 0,9139 CHF +0,14% (konstant)
Deutschland 61,87 € 61,57 € +0,50%
Österreich 67,53 € 67,62 € -0,13%
Schweiz 80,17 CHF 80,08 CHF +0,10%
4-Wochen-Prognose
Rohöl konstant
Heizöl konstant
alle Angaben ohne Gewähr
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