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Ölpreise zwischen Nachfragesorgen und Angebotsängsten

Die Ölpreise konnten diese Woche unter anderem dank der US-amerikanischen Leitzinsreduktion und der Eskalation im Nahen Osten auf Wochensicht Gewinne generieren. Abwärtsdruck kommt nun von sinkenden Raffineriemargen, aufgrund einer hinter den Erwartungen zurückbleibenden Ölproduktnachfrage.

Der Euro hält sich weiterhin bei 1,11 Dollar und wartet auf Richtungsimpulse, während die Ölpreise einem leichten Abwärtstrend folgen. Dennoch startet die Rohölsorte Brent mit 74 Dollar pro Fass über dem gestrigen Vormittagswert in den Handel und die Rohölsorte WTI hält sich bequem bei 71 Dollar pro Fass. Mit 664 Dollar pro Tonne wird auch ICE Gasoil aktuell minimal über dem gestrigen Vormittagswert gehandelt.

Die Ölproduktpreise geraten durch eine Mischung aus hinter den Erwartungen zurückbleibender Nachfrage und neuen Produktionsanlagen unter Druck. In China schrumpfte sowohl die chinesische Industrie im August 2024 auf ein Fünfmonatstief und der Anteil an Elektrofahrzeugen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nimmt weiter zu. Allerdings bleibt die Benzin- und Dieselnachfrage auch in den USA und Europa hinter den Prognosen zurück. Zusätzlich starten vier neue Ölraffinerien in Nigeria, Mexico, Kuwait und dem Oman dieses Jahr ihre Produktion. Die anstehende Heizsaison in Europa verhindert derweil eine starke Ölpreisabwärtskorrektur.

Die am Mittwoch durch die US-amerikanische Zentralbank (Fed) bekanntgegebene Leitzinssenkung um 0,5 Prozent sowie die laut dem Department of Energy (DOE) gesunkenen US-amerikanischen Rohölbestände limitieren wiederum die Abwärtsbewegung der Ölprodukte. Zusätzlich kam es zu einer weiteren Serie an explodierenden Elektronikgeräten im Libanon. Nachdem es zu mehreren tausend verletzten durch Sprengstoff in von der Hisbollah-Miliz genutzten Pagern kam, wurden diesmal mehrere hundert Menschen durch explodierende Walkie-Talkies verletzt. Insgesamt gibt es durch diese Anschläge rund 3.450 Verletzte und 32 Tote. Israel hat sich offiziell nicht zu den Anschlägen bekannt, wird allerdings verdächtigt diese ausgeführt zu haben. Damit steigt das Potential für einen offenen Krieg zwischen Israel und dem Libanon.

Während weltweit die Ölraffinierungskapazität wächst, beschloss Shell seine Ölraffinerie im deutschen Wesseling bis 2025 auf die Produktion von Schmierstoffen umzustellen. Dies könnte ab diesem Datum zu einem Anstieg der hiesigen Ölproduktpreise führen, da die Abhängigkeit von Importen und damit dem Einfluss externer Faktoren steigt.

In Österreich sanken die Preise im Schnitt um 0,05 Cent pro Liter und stiegen in Deutschland um durchschnittlich 0,2 Cent an. Außer im Süden der Bundesrepublik gibt es allerdings regional eine Vielzahl an Abwärtsbewegungen, teils mit Preisen von knapp unter 90 Cent pro Liter.


Börsendaten:
Freitag 20.09.2024 - 10:44 Uhr Schluss Vortag 19.09.2024 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 74,59 $ pro Barrel 74,90 $ pro Barrel -0,41%
Gasöl 663,25 $ pro Tonne 667,50 $ pro Tonne -0,64%
Euro/Dollar 1,1168 $ 1,1161 $ +0,06% (konstant)
USD/CHF 0,8472 CHF 0,8472 CHF 0,00% (konstant)



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