Die Heizölpreise schwanken heute Vormittag um die Vortageswerte herum. Äußerungen des US-amerikanischen Präsidenten stützen die Rohölpreise ebenso wie die laut dem DOE unerwarteten Rohölbestandsabbauten der USA. Gleichzeitig gab es laut DOE allerdings unerwartete Ölproduktbestandsaufbauten, welche die Aufwärtsbewegung ausbremsen.
Der Euro hält sich noch bei 1,16 Dollar, folgt allerdings einem moderaten Abwärtstrend. Die Rohölsorten Brent und WTI starten derweil auf dem Vortagesniveau von 68 bzw. 66 Dollar pro Fass in den Handel, allerdings mit leicht sinkender Tendenz. ICE Gasoil fiel derweil mit 697 Dollar pro Tonne knapp unter die psychologisch wichtige 700-Dollar-Marke und wartet auf neue Richtungsimpulse.
Der US-amerikanische Präsident Donald Trump deutete an, dass es bald Zollabwendende neue Handelsabkommen geben könnte. Während neue Abkommen zwischen den USA, Indonesien und Vietnam geschlossen würden, deutete er an, dass ein Abkommen mit Indien derzeit finalisiert würde und dass die Verhandlungen mit der EU ebenfalls gute Fortschritte machen. Dies senkt die Angst des Ölmarktes vor neuem Zollchaos ab dem ersten August. Ab diesem Datum sollen auf alle Importe in die USA, aus Ländern ohne neue Abkommen, zusätzliche 50 Prozent Strafzölle erhoben werden.
Der neuste Bericht des US-amerikanischen Department of Energie (DOE) stützt die Rohöl- und belastet die Ölproduktpreise. Laut dem DOE sanken die Rohölbestände überraschend und stark. Gleichzeitig kam es zu starken und unerwarteten Aufbauten bei den Benzin- und Destillatbeständen, zu denen auch Heizöl zählt. Zusätzlich sank die Raffinerieauslastung leicht. Dies spricht für eine schwächelnde Nachfrage in den USA.
Trotz des leichten Heizölpreisanstieges heute früh liegt die Nachfrage weiterhin auf dem jahreszeitüblichen Niveau. Da die Heizölpreise seit Anfang der Woche insgesamt leicht gesunken sind, stieg das Interesse leicht an.
Während die Heizölpreise in Österreich stagnieren, stiegen sie in Deutschland um 0,15 Cent pro Liter.
Heizölinteressenten mit akutem Bedarf profitieren dennoch weiterhin von auf die letzten drei Jahre gesehen günstigen Preisen. Heizölnutzer mit längerem Arten können auf Donald Trump und die Handelsabkommensverhandlungen mit der EU spekulieren. Bisher waren auch die neuen Abkommen mit den anderen Handelspartnern der USA eher schädlich für diese und haben den Status Quo verschlechtert. Dies bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit eine verringerte Ölnachfrage in der EU ab August 2025. Dies könnte sich wiederum positiv auf die Heizölpreise auswirken.
Börsendaten:
| Donnerstag 17.07.2025 - 10:37 Uhr | Schluss Vortag 16.07.2025 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 68,49 $ pro Barrel | 68,70 $ pro Barrel | -0,31% |
| Gasöl | 697,25 $ pro Tonne | 697,50 $ pro Tonne | -0,04% |
| Euro/Dollar | 1,1604 $ | 1,1635 $ | -0,27% (etwas schwächer) |
| USD/CHF | 0,8031 CHF | 0,8000 CHF | +0,39% (etwas fester) |