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Ölpreise verlieren nach Stimmungswechsel

Die Ölpreise starteten gestern noch fester, drehten im Tagesverlauf jedoch deutlich ins Minus. Ausschlaggebend war die Hoffnung auf Gespräche zwischen den USA und Iran, die einen Teil der zuvor eingepreisten geopolitischen Risiken herausnahm. Gleichzeitig erinnerte die Internationale Energieagentur erneut an ein drohendes Überangebot. In der Folge gab auch Gasöl ordentlich nach. Für Heizöl im Inland sind heute deutliche Abschläge zu verzeichnen, was die Nachfrage entsprechend ankurbelt.

Die Nordseesorte Brent und die amerikanische Ölsorte WTI hielten sich im gestrigen Handel zunächst nahe ihrer Vortageshochs. Im Laufe des Tages zogen sich die Ölbullen jedoch immer mehr zurück. US-Präsident Trump machte deutlich, dass für ihn Verhandlungen mit dem Iran Vorrang vor einem militärischen Vorgehen haben. Diese Aussage reichte aus, um einen Teil der zuvor aufgebauten Risikozuschläge wieder aus dem Markt zu nehmen.

Druck kam vor allem von dem jüngsten Monatsbericht der Internationalen Energieagentur. Die IEA geht weiterhin von einem ausgeprägten Überangebot in den kommenden Quartalen aus und verwies auf den starken Lageraufbau im vergangenen Jahr. Damit bekam die Angebotsseite erneut Gewicht, nachdem sie zuletzt durch geopolitische Themen in den Hintergrund gedrängt worden war.

Im weiteren Verlauf folgten die Ölfutures auch der schwächeren Tendenz an den Aktienmärkten. Die Risikobereitschaft nahm ab, Gewinnmitnahmen setzten ein. Brent und WTI rutschten unter wichtige technische Marken und schlossen klar schwächer. Besonders deutlich fiel der Rückgang beim europäischen Gasöl aus, das unter wichtigen Unterstützungen nachgab.

Am Inlandsmarkt wirkte sich diese Bewegung zeitnah aus. In Deutschland starten die Heizölpreise mit Abschlägen von durchschnittlich einem Cent je Liter, die den bundesweiten durchschnittlichen Heizölpreis auf rund 92 Cent pro Liter drücken. In Österreich ist die Vergünstigung noch marginal, damit bleibt der Heizölpreis aktuell bei rund 1,08 Euro pro Liter.

Mit der jüngsten Abwärtsbewegung ist auch die Nachfrage zurück. Verbraucher beobachten den Markt genau und rüsten sich für den meteorologischen Restwinter. Hier können Teilmengen überbrücken, während für den weiteren Jahresverlauf auf mögliche Preistiefs spekuliert werden kann.


Börsendaten:
Freitag 13.02.2026 - 10:17 Uhr Schluss Vortag 12.02.2026 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 67,57 $ pro Barrel 67,60 $ pro Barrel -0,04%
Gasöl 672,25 $ pro Tonne 684,50 $ pro Tonne -1,79%
Euro/Dollar 1,1864 $ 1,1868 $ -0,03% (konstant)
USD/CHF 0,7694 CHF 0,7692 CHF +0,03% (konstant)


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