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Ölpreise steigen leicht

Die Heizölpreise haben ihre Verluste vom Wochenanfang fast wieder ausgeglichen. Damit befinden sie sich zwar weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau, eine Rückkehr zu nahezu täglich neuen Mehrmonatstiefs ist aktuell allerdings unwahrscheinlich. Hintergrund sind Aussagen Russlands und Saudi-Arabiens, die freiwilligen Förderquotenkürzungen ggf. auch wieder anzuziehen, sowie die erste Zinssenkung der EZB, trotz schlechter Inflationsdaten.

Nach den gestrigen preistreibenden Neuigkeiten warten sowohl der Euro, welcher aktuell mit 1,089 Dollar gehandelt wird, als auch die Ölpreise auf neue Richtungsimpulse. Die Rohölsorte Brent wird aktuell mit 79 Dollar gehandelt und steht kurz davor die psychologisch wichtige Grenze von 80 Dollar pro Fass zu überwinden. Die Rohölsorte WTI konnte sich derweil bereits auf die psychologisch wichtige 75 Dollar pro Fass Marke kämpfen. ICE Gasoil notiert aktuell bei 723 Dollar pro Tonne gehandelt.

Saudi-Arabien und Russland, die beiden größten Ölproduzenten des Förderkartells OPEC+, sorgen für Ölpreisaufwärtsdruck. Die gemeinsame Aussage ist, dass der die Ankündigung der graduellen Rücknahme der freiwilligen Förderquotenkürzungen der OPEC+ vom Ölmarkt falsch verstanden wurde. Zwar ist die Rücknahme geplant, allerdings nur, wenn dadurch die Ölpreise nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Die OPEC+ behält sich vor die Kürzungen auf dem dann vorhandenen Niveau zu halten oder ggf. wieder zu erhöhen.

Weiterer Ölpreisaufwärtsdruck kommt von der europäischen Zentralbank (EZB). Diese senkte den Leitzins von 4,00 auf 3,75 Prozent. Die EZB scheint sich zu weit aus dem Fenster gelehnt zu haben und nun trotz schlechterer Inflationsdaten das Versprechen einer Zinssenkung nicht brechen zu wollen. Von der Chefin der EZB Frau Lagarde kommen dabei sehr unpräzise Aussagen, über das weitere Verhalten der EZB in Bezug auf Zinssenkungen, welche interpretationsoffen sind. Der Ölmarkt geht dennoch von einer weiteren Zinssenkung im Laufe dieses Jahres aus.

Die Heizölpreise in Österreich und der Schweiz starten auf dem Vortagesniveau in den Handel, während sie in Deutschland um durchschnittlich 1,05 Cent pro Liter anstiegen. Dennoch gibt es auch in der Bundesrepublik starke regionale Abwärtsbewegungen. 


Börsendaten:
Freitag 07.06.2024 - 09:14 Uhr Schluss Vortag 06.06.2024 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 79,98 $ pro Barrel 80,01 $ pro Barrel -0,04%
Gasöl 723,50 $ pro Tonne 724,00 $ pro Tonne -0,07%
Euro/Dollar 1,0897 $ 1,0889 $ +0,07% (konstant)
USD/CHF 0,8882 CHF 0,8892 CHF -0,11% (konstant)

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