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Ölpreise schwächeln – Heizöl zieht leicht an

Die Ölpreise setzten am Dienstag ihre Abwärtsbewegung fort. Brent blieb knapp über 65 US-Dollar je Barrel, gedrückt von der Wiederaufnahme der Kirkuk-Ceyhan-Exporte, OPEC+-Spekulationen und gemischten US-Bestandsdaten. Am Mittwoch zeigen sich die Heizölpreise in Deutschland dagegen etwas fester, gestützt von den vorangegangenen Gasoil-Aufschlägen, einem schwächeren Euro und anhaltender Herbstnachfrage. In Österreich werden im Tagesverlauf kleinere Preisabschläge erwartet.

Am Dienstag wirkten im Handel vor allem bekannte Themen nach: Die Rückkehr der UN-Sanktionen gegen den Iran hält die Aussicht auf geringere Exporte wach, während die Wiederaufnahme der Kirkuk-Ceyhan-Pipeline nach jahrelangem Stillstand den Markt mit zusätzlichem Öl versorgt. Hinzu kommen Gerüchte über eine schnellere Rücknahme der OPEC+-Kürzungen, die erneut die Angst vor einem Überangebot schürten. Kuwait betonte zwar, die jüngsten Förderanhebungen seien durch eine robuste Nachfrage gedeckt, doch bleiben Marktteilnehmer skeptisch, ob der Markt all diese Mengen aufnehmen kann. Die Mischung aus Angebotsausweitung und geopolitischer Unsicherheit hallte spürbar nach und belastete die Stimmung an den Börsen.

Von der Nachfrageseite kamen gemischte Impulse aus den USA. Laut Branchenverband API gingen die Rohölvorräte deutlich zurück (-3,7 Mio. Barrel), während Benzin und Destillate kräftig aufgebaut wurden. Damit hoben sich bullishe und bearishe Effekte weitgehend auf. Zugleich rückt der politische Stillstand in Washington in den Vordergrund: Seit heute Nacht befindet sich die US-Regierung im Shutdown. Hintergrund ist der Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern, die sich nicht auf ein Budget einigen konnten. Viele Behörden stellen daher ihre Arbeit ein, und auch wenn die DOE-Lagerdaten am Nachmittag wie geplant erscheinen dürften, wächst die Nervosität an den Märkten.

In Deutschland zeigen sich die Heizölpreise am Mittwoch nach der gestrigen Rutschpartie gefestigter. Im Laufe des Vormittags drehen diese leicht nach oben und notieren aktuell bei rund 91,4 Cent je Liter im bundesweiten Mittel. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres, als der bundesweite Heizölpreis bei rund 95,7 Cent je Liter lag, wirkt das aktuelle Niveau spürbar entspannter. Verbraucher tanken damit heute einige Cent günstiger als 2024, ein Unterschied, der sich vor allem bei größeren Bestellmengen deutlich bemerkbar macht. Die Nachfrage ist mit den Preisnachlässen der letzten Tage wieder deutlich hochgezogen. Die Lieferzeiten liegen im Schnitt bei vier bis fünf Wochen.

In Österreich wird Heizöl heute etwas günstiger, bleiben aber in der Nähe der 1,12 Euro pro Liter. Damit starten die Preise für den flüssigen Brennstoff gegenüber dem Vorjahresmonat (durchschnittlich 1,09 Euro pro Liter) etwas höher in den Oktober. 


Börsendaten:
Mittwoch 01.10.2025 - 11:55 Uhr Schluss Vortag 30.09.2025 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 65,46 $ pro Barrel 67,06 $ pro Barrel -2,39%
Gasöl 691,00 $ pro Tonne 691,75 $ pro Tonne -0,11%
Euro/Dollar 1,1735 $ 1,1736 $ -0,01% (konstant)
USD/CHF 0,7964 CHF 0,7953 CHF +0,14% (konstant)


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