Die Ölpreise starten am Mittwoch etwas schwächer in den Handel, nachdem sie zuvor mehrere Tage deutlich zugelegt hatten. Auslöser für die Beruhigung ist vor allem, dass ein direkter US-Angriff auf den Iran bislang ausgeblieben ist, während die geopolitische Lage angespannt bleibt. An den Heizölpreisen haftet noch die festere Tendenz der letzten Tage. Diese legen am Morgen erstmal wieder zu und sind aktuell etwa 0,8 Cent je Liter teurer als gestern.
Nach mehreren Tagen mit kräftigen Preisgewinnen legen die Ölpreise zur Wochenmitte eine Verschnaufpause ein. Auslöser ist vor allem die Entwicklung rund um den Iran. Zwar bleibt die Lage im Land angespannt, ein direktes militärisches Eingreifen der USA ist bislang jedoch ausgeblieben. Dennoch halten die politischen Risiken die Märkte weiterhin in Atem. US-Präsident Trump hatte zuletzt angekündigt, Länder mit Strafzöllen von 25 Prozent zu belegen, wenn sie weiterhin Handel mit dem Iran treiben. Diese Ankündigung hat die Sorgen um mögliche Störungen bei den iranischen Ölexporten verstärkt und in den vergangenen Tagen zu einer deutlichen Risikoprämie beigetragen.
Zusätzlich belasteten neue Berichte über Drohnenangriffe auf Ölanlagen und Öltanker im Schwarzen Meer die Stimmung. Auch diese Angriffe rücken die Sicherheit von Förder- und Transportwegen erneut in den Fokus. Parallel dazu wurden die jüngsten Preisanstiege durch mehrere politische Signale aus Washington befeuert. Ein Social-Media-Beitrag von Donald Trump, in dem er Unterstützung in Aussicht stellte, hatte die Sorge vor einer weiteren Eskalation zusätzlich verstärkt und die Preise am Dienstag auf neue Hochs getrieben.
Auf der anderen Seite erinnern aktuelle Daten daran, dass der Markt grundsätzlich gut versorgt ist. Der Monatsbericht der US-Energiebehörde stuft die Überversorgung im laufenden Jahr noch höher ein als zuletzt. Auch die am Abend veröffentlichten Zahlen des American Petroleum Institute (API) zeigen deutliche Bestandsaufbauten bei Rohöl sowie bei Benzin und Destillaten. Diese Daten sorgten zwar für etwas Gegenwind, reichten jedoch bislang nicht aus, um die zuvor aufgebauten Risikoaufschläge vollständig abzubauen. Solange die politische Lage im Iran ungeklärt bleibt, halten viele Marktteilnehmer an einer vorsichtigen Haltung fest.
Der bullishe Börsen-Grundton der Vortage macht sich auch bei den Heizölpreisen im Inland bemerkbar. In Deutschland verteuert sich der flüssige Brennstoff im bundesweiten Mittel um durchschnittlich 0,8 Cent je Liter gegenüber gestern. Nach den deutlichen Schwankungen der vergangenen Wochen pendelt sich der Heizölpreis nun auf einem stabileren, aber höheren Niveau ein.
Auch in Österreich ziehen die Heizölpreise leicht an. Der bundesweite Durchschnittspreis erreicht am Vormittag die 1,06 Euro-Marke. Vor allem Tirol und Vorarlberg, mit etwa 1,13 Euro pro Liter die teuersten Bundesländer, halten das Mittel hoch. Die Nachfrage ist im Allgemeinen leicht zurückgegangen. Verbraucher warten nach der Teuerung auf Preisnachlässe.
| Mittwoch 14.01.2026 - 11:02 Uhr | Schluss Vortag 13.01.2026 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 65,25 $ pro Barrel | 65,48 $ pro Barrel | -0,35% |
| Gasöl | 649,00 $ pro Tonne | 653,75 $ pro Tonne | -0,73% |
| Euro/Dollar | 1,1653 $ | 1,1643 $ | +0,09% (konstant) |
| USD/CHF | 0,8018 CHF | 0,8008 CHF | +0,12% (konstant) |