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Ölpreise: Die Bären übernehmen wieder

Die Entscheidung Saudi-Arabiens, die eigenen Fördermengen ab Juli erneut zu kürzen, rief zum Wochenauftakt die Bullen auf das Börsenparkett. Im Schlepptau der Ölpreise verteuerten sich am Montag auch die Heizölpreise im Inland. Der bullishe Effekt verpuffte im Tagesverlauf allerdings durch enttäuschende US-Konjunkturdaten. Die Heizölpreise kommen heute in Deutschland und der Schweiz ein gutes Stück zurück.

Der Schlagabtausch zwischen Öl-Bullen und Öl-Bären kam am gestrigen Nachmittag als die US-Konjunkturdaten in den USA veröffentlicht wurden. Der Einkaufsmanagerindex aus dem US-Dienstleistungssektor konnte die erwarteten Prognosen für Mai nicht erfüllen und holte die Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich einer schwächeren US-Wirtschaftsleistung und Ölnachfrage zurück an den Tisch. Die Ölpreise gerieten unter Druck, wurden aber durch die überraschende Meldung des saudischen Ölkonzerns Aramco über höhere Juli-Verkaufspreise für alle Exportregionen vorerst in ihrer Abwärtsbewegung gestoppt. Zumindest für den asiatischen Markt gingen Marktteilnehmer von einer Preissenkung aus. Etwa 60 Prozent des Aramco-Rohöls werden an Asien, insbesondere China, Japan, Südkorea und Indien, verkauft. Der von Aramco gesetzte Preis wurde in den letzten Monaten immer mehr zum Indikator, wie der Konzern die Nachfrage im jeweiligen Absatzmarkt einschätzt. Die jüngste Preisanpassung ist allerdings eher mit der geplanten Fördermengendrosselung verknüpft und soll die im Sommer höhere landeseigene Nachfrage sicherstellen und Exporte reduzieren. Trotz der bullishen Signale aus Saudi-Arabien konnten sich die Öl-Bären durchsetzen und verhalfen Brent und WTI zu neuen Tagestiefs. Auch für die Inlandspreise deuteten sich am Abend deutliche Preisabschläge an.

In der ersten Tageshälfte haben die Heizölpreise in Deutschland und der Schweiz im Vergleich zu gestern deutlich nachgegeben und sind zurück bei der 90 Cent- bzw. in Richtung 100 Rappen-Marke. Die Nachfrage hat nachgelassen. Nicht ungewöhnlich, wenn es mit den Preisen weiter abwärts gehen könnte. Mit den steigenden Temperaturen und dem anstehenden Sommerurlaub rückt das Thema Heizen auch allmählich in die zweite Reihe. Doch ganz aus den Augen sollten Ölheizer die Preisentwicklung nicht lassen. Denn in den letzten Jahren haben sich in den warmen Monaten gute Kaufchancen ergeben. Ein großer Vorteil sind auch die kürzeren Lieferfristen, wenn die Auftragslage ruhig ist.

HeizOel24-Tipp: Verbrauche ich viel Heizöl? Diese Antwort gibt Ihnen unser Heizöl-Verbrauchsvergleich. Erfahren Sie anhand einiger Angaben zu Ihrem Ölverbrauch, ob Sie mehr verbrauchen als andere Ölheizer. HeizOel24. 06.06.2023

Börsendaten:
Dienstag 06.06.2023 - 12:46 Uhr Schluss Vortag 05.06.2023 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 75,18 $ pro Barrel 76,59 $ pro Barrel -1,84%
Gasöl 690,75 $ pro Tonne 702,25 $ pro Tonne -1,64%
Euro/Dollar 1,0695 $ 1,0712 $ -0,16% (konstant)
USD/CHF 0,9075 CHF 0,9056 CHF +0,21% (etwas fester)
Deutschland 89,56 € 90,65 € -1,21%
Österreich 110,67 € 109,92 € +0,69%
Schweiz 103,60 CHF 104,82 CHF -1,15%
4-Wochen-Prognose
Rohöl konstant
Heizöl konstant
alle Angaben ohne Gewähr
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