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Öl startet fester, aber Markt bleibt gedrückt

Zum Start in die neue Woche zeigen sich die Ölpreise leicht fester, nachdem die USA ihre Seeblockade gegen Venezuela weiter verschärft haben. Gleichzeitig bleibt der Markt von einem hohen globalen Angebot geprägt, das größere Preissprünge bremst. Für Heizöl bedeutet das heute überwiegend leichte Aufschläge im DACH-Raum.

Am Ölmarkt stehen sich zum Wochenauftakt erneut zwei gegensätzliche Kräfte gegenüber. Einerseits sorgt die konsequente Durchsetzung der US-Seeblockade gegen Venezuela dafür, dass physische Mengen vom Markt genommen werden. Am Wochenende wurden weitere Tanker gestoppt oder verfolgt, was die Nervosität auf der Angebotsseite erhöht. Die schweren venezolanischen Rohölsorten lassen sich zudem nur begrenzt ersetzen, was kurzfristig stützend wirkt.

Andererseits bleibt das strukturelle Überangebot das dominierende Grundthema. Meldungen aus Westafrika, wonach selbst hochwertiges Rohöl dort nur schwer Abnehmer findet, unterstreichen, wie gut der Markt derzeit versorgt ist. Auch die Einschätzung, dass Chinas Ölnachfrage ihren Höhepunkt eher früher als bislang angenommen erreichen könnte, dämpft die Stimmung an den Börsen.

Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt weiter den Ukraine-Gesprächen. Die jüngsten Gesprächsrunden wurden zwar als konstruktiv beschrieben, ein Durchbruch blieb jedoch aus. Damit bleiben neue oder verschärfte Sanktionen gegen Russland im Raum, während gleichzeitig ukrainische Angriffe auf russische Energieinfrastruktur anhalten.

Insgesamt starten Brent und WTI damit fester in die Woche, bewegen sich aber weiterhin in einem Marktumfeld, das von Vorsicht geprägt ist. Die geopolitischen Risiken verhindern größere Abschläge, das Überangebot begrenzt jedoch die Aufwärtsdynamik. Auf Jahressicht bleiben die Ölpreise am Boden.

In Deutschland ziehen die Heizölpreise zum Wochenstart leicht an, bleiben aber mit Blick auf den Preischart attraktiv. Der bundesweite Durchschnitt bleibt unter 90 Cent, wobei sich Heizöl in den Bundesländern in einer Spanne zwischen 85 und 91 Cent je Liter bewegt. Viele Verbraucher haben nochmal in der vergangenen Woche nachgetankt und konzentrieren sich nun auf die anstehenden Weihnachtsfeiertage. Die Nachfrage ist entsprechend ruhiger.

In Österreich zeigen sich die Heizölpreise recht unbewegt und verharren bei gut 1,16 Euro pro Liter.  Insgesamt bleibt das Preisniveau damit weiterhin verbrauchernah.


Börsendaten:
Montag 22.12.2025 - 09:53 Uhr Schluss Vortag 21.12.2025 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 60,97 $ pro Barrel 60,55 $ pro Barrel +0,69%
Gasöl 614,75 $ pro Tonne 609,25 $ pro Tonne +0,90%
Euro/Dollar 1,1736 $ 1,1710 $ +0,22% (etwas fester)
USD/CHF 0,7939 CHF 0,7951 CHF -0,15% (konstant)


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