Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Shell Markenpartner
Niedrige Ölproduktbestände treiben Heizölpreise aufwärts

Aufgrund ständiger Verschiebungen, Aussetzungen und kurzfristiger Abkommen plant der Ölmarkt den Abwärtsdruck potentieller US-amerikanischer Zölle derzeit nicht mehr ein. Dies führt dazu, dass die niedrigen globalen Ölproduktbestände, die Niedrigwassersituation entlang des Rheins und die Drohnenangriffe auf iranische Ölfelder die Preise heute Vormittag um bis zu 2,45 Cent pro Liter Heizöl nach oben treiben.

Der Euro folgt den Ölpreisen auf einem moderaten Aufwärtstrend, hält sich noch aber bei 1,16 Dollar. Währenddessen konnten sich die Rohölsorten Brent und WTI auf 69 bzw. 67 Dollar pro Fass steigern. ICE Gasoil überwand die psychologisch wichtige 700-Dollar-pro-Tonne-Marke deutlich und wird derzeit mit 731 Dollar gehandelt.

Die chaotische Zollpolitik des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump hat das Potential die Ölpreise massiv zu senken. Inzwischen ignoriert der Ölmarkt dafür relevante Nachrichten überwiegend. Bisher wurden größere Probleme immer durch kurzfristige Hauruckaktionen der USA verhindert.
Deshalb wirkt die Nachricht weiterer Drohnenangriffe auf Ölfelder im Irak und damit verbundener leichter Produktionsausfälle heute Ölpreissteigernd. Bis zu 280.000 B/T an Rohölproduktion sind laut irakischen Angaben derzeit ausgefallen. Bisher hat sich niemand zu den Angriffen bekannt. Vermutet wird, dass vom Iran unterstützte Rebellengruppen für die Angriffe verantwortlich sind.

Der gestrige Bericht des US-amerikanischen Department of Energy (DOE) zeigte den niedrigsten Stand der US-amerikanischen Benzin- und Destillatbestände seit 1996. Aber auch in der DACH-Region ist die Versorgungslage angespannt und treibt die Heizölpreise nach oben. Besonders entlang der Rhein-Main-Versorgungslinie steigen die Preise. Die Folgen des Klimawandels sorgen seit Jahren für immer frühere Niedrigwasserstände. Als Resultat können die Frachtschiffe seit Wochen nur noch zu weniger als der Hälfte befüllt fahren. Dies erhöht die Transportkosten und Lieferzeiten enorm.

Der Heizölpreisanstieg heute Vormittag drückt die Nachfrage wieder unter das jahreszeitübliche Niveau. Gleichzeitig liegt das Interesse weiterhin bei mehr als dem Vierfachen des jahreszeitüblichen Durchschnitts.
Während die Heizölpreise in Österreich im Schnitt nur um 0,1 Cent pro Liter anstiegen, müssen Heizölinteressenten in Deutschland 2,45 Cent mehr pro Liter einplanen.
Heizölinteressenten mit akutem Bedarf sollten über eine Befüllung nachdenken. Die Preise befinden sich auf einem weiterhin historisch gesehen niedrigem Niveau. Derweil ignoriert der Ölmarkt den größten potentiellen Abwärtsdruck in Form der US-amerikanischen Zölle. Zu oft wurden diese verschoben oder kurzfristige Abkommen abgeschlossen, welche tatsächlich negative Auswirkungen auf die globale Ölnachfrage verhinderten. 


Börsendaten:
Freitag 18.07.2025 - 09:33 Uhr Schluss Vortag 17.07.2025 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 69,78 $ pro Barrel 69,65 $ pro Barrel +0,19%
Gasöl 730,25 $ pro Tonne 721,75 $ pro Tonne +1,18%
Euro/Dollar 1,1624 $ 1,1596 $ +0,24% (etwas fester)
USD/CHF 0,8029 CHF 0,8042 CHF -0,16% (konstant)



alle Angaben ohne Gewähr
@interaid GmbH
zurück