Zum Wochenstart geht es am Ölmarkt wieder nach oben. Nach dem Rücksetzer vom Freitag sorgen neue Angriffe zwischen Israel und Iran für frischen Auftrieb. Damit übernehmen die Ölbullen nun wieder das Ruder und ziehen auch im Inland die Preise mit nach oben. Im Durchschnitt wird Heizöl am Morgen rund zwei Cent je Liter teurer.
Der Ölmarkt startet aufgrund der jüngsten Ausschreitungen fester in die neue Woche. Die Nordseesorte Brent bewegt sich wieder in Richtung 97 US-Dollar, die amerikanische Ölsorte WTI kratzt an 95 US-Dollar. Das sind rund fünf Prozent mehr gegenüber Freitag.
Zum Ende der vergangenen Woche hatte der Markt noch nachgegeben. Gute US-Arbeitsmarktdaten und ein stärkerer Dollar hatten die Notierungen unter Druck gesetzt. Über das Wochenende ist die Lage dann spürbar gekippt. Ausgangspunkt waren israelische Angriffe auf Ziele im Libanon, die sich gegen Stellungen der Hisbollah richteten. Darauf reagierte der Iran mit Raketenangriffen auf israelisches Gebiet.
Israel zögerte nicht lange und griff in der Nacht darauf militärische Ziele im Westen und im Zentrum des Iran an. Berichten zufolge wurden dabei unter anderem Anlagen in der Nähe von Isfahan sowie ein petrochemischer Standort im Südwesten des Landes getroffen. Die Angriffe lösten Evakuierungen aus, gleichzeitig wurden in mehreren iranischen Städten Flüge gestrichen. Es war das erste Mal seit der Waffenruhe im April, dass beide Seiten wieder direkt aufeinander feuerten.
Damit ist die direkte Konfrontation wieder offen sichtbar. Der Iran begründet sein Vorgehen mit den israelischen Angriffen im Libanon und sieht darin einen Bruch der Waffenruhe. Gleichzeitig macht Teheran deutlich, dass auch US Einrichtungen und verbündete Ziele in der Region ins Visier geraten könnten. Scheinbar dreht nun alles wieder zurück auf Anfang. Beim Friedensabkommen kommen der Iran und die USA nicht auf einen Nenner, Israel geht militärisch seinen eigenen Weg und die Lage vor Ort entzieht sich zunehmend jeder politischen Kontrolle.
Im Inland schlägt der Wochenstart durch. In Deutschland steigen die Heizölpreise am Montag durchschnittlich um rund zwei bis drei Cent je Liter und liegen damit wieder klar über dem Niveau von Freitag. Während Berlin und Brandenburg mit bis zu 0,5 Cent recht glimpflich davonkommen, ist die Teuerung in den restlichen Bundesländern prägnanter. Damit sind die Abschläge von letzter Woche weitgehend einkassiert. Für eine 3.000 Liter Bestellung bedeutet das aktuell rund 120 Euro mehr als noch zum Montag letzter Woche.
Österreich zieht mit ähnlicher Größenordnung nach. Die Nachfrage verkriecht sich weiter und zeigt der Aufwärtsbewegung die kalte Schule. Mit dem Startschuss des Sommers verschiebt sich der Blick meist eh auf die schönen Dinge im Leben: den Sommerurlaub.
Börsendaten:
| Montag 08.06.2026 - 09:56 Uhr | Schluss Vortag 07.06.2026 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 97,51 $ pro Barrel | 92,78 $ pro Barrel | +5,10% |
| Gasöl | 1.112,75 $ pro Tonne | 1.053,50 $ pro Tonne | +5,62% |
| Euro/Dollar | 1,1521 $ | 1,1507 $ | +0,12% (konstant) |
| USD/CHF | 0,7977 CHF | 0,7961 CHF | +0,20% (etwas fester) |
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