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IEA überrascht mit erneuter Aufwärtskorrektur

Bis zu 0,85 Cent pro Liter müssen Heizölnutzer heute früh mehr für eine Bestellung einplanen. Die Internationale Energie Agentur (IEA) hat ihre Prognose für den globalen Energiebedarf nur einen Tag nach dem OPEC+-Bericht ebenfalls nach oben korrigiert. Trotz mittel- und langfristigem Abwärtsdruck wirkt der Bericht kurzfristig preissteigernd. Auch der Nahe Osten bleibt dem Ölmarkt im Kopf. Zwar sind zwei der 15 Tanker, welche ihre Route aufgrund der dortigen Spannung geändert haben, wieder auf die Strecke über das Rote Meer umgeschwenkt, auf der anderen Seite steigen die Spannung zwischen dem Iran und Pakistan sowie den Houthis und den USA.

Während der Euro bei 1,088 Dollar stagniert, folgen die Rohölpreise einem kleinen und die Ölproduktpreise einem starken Aufwärtstrend. Die Rohölsorten Brent und WTI werden derzeit mit 79 bzw. 74 Dollar pro Fass, während ICE Gasoil die psychologisch wichtige 800 Dollar pro Tonnenmarke bereits erreicht hat.

Der mittlere Osten bleibt ein großer preistreibender Faktor. Pakistan hat gestern Separatistenbasen im Iran attackiert, zwei Tage nachdem der Iran ähnliche Angriffe in Pakistan durchgeführt hat. Für etwas Entspannung am Ölmarkt, bezogen auf die Konflikte im Nahen Osten, sorgt dagegen die Mitteilung, dass zwei der umgeleiteten Tanker die Route wieder auf die kürzere durch das Rote Meer geändert haben. Allerdings haben die Houthi-Rebellen im Jemen erneut Raketen auf zivile US-amerikanische Schiffe auf der gleichen Route abgefeuert.

Der große gestrige Preistreiber ist allerdings die Anhebung des voraussichtlichen globalen Ölbedarfs 2024 durch die Internationale Energie Agentur (IEA), einen Tag nach dem OPEC+-Bericht, welcher einen noch stärkeren Bedarf prognostiziert. Die neuste Prognosenerhöhung der IEA basiert auf der besser als erwarteten weltwirtschaftlichen Entwicklung, dem erstarkenden chinesischen Petrochemiesektor und den stark gesunkenen Rohölpreisen.

Trotz der steigenden Ölpreise können sich Heizölinteressenten in Österreich über einen Rückgang von durchschnittlich 0,3 Cent pro Liter freuen. Schweizer und deutsche Heizölnutzer mit akutem Bedarf müssen dagegen ein Plus von durchschnittlich 0,6 Rappen bzw. 0,85 Cent pro Liter einplanen. Ein Blick in die eigene Region lohnt sich dennoch, da es noch vereinzelte Gebiete mit Preisen von knapp unter einem Euro pro Liter gibt. 


Börsendaten:
Freitag 19.01.2024 - 12:21 Uhr Schluss Vortag 18.01.2024 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 79,11 $ pro Barrel 78,96 $ pro Barrel +0,19%
Gasöl 799,50 $ pro Tonne 793,00 $ pro Tonne +0,82%
Euro/Dollar 1,0886 $ 1,0874 $ +0,11% (konstant)
USD/CHF 0,8691 CHF 0,8677 CHF +0,16% (konstant)

alle Angaben ohne Gewähr


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