Die Ölpreise stehen weiter unter Druck und bestätigen zum Jahresauftakt die Richtung der vergangenen Wochen. Klare Impulse bleiben zum Wochenauftakt allerdings aus. Im DACH-Raum können die Heizölpreise heute nachgeben. Durchschnittlich 0,5 Cent je Liter wird Heizöl heute günstiger.
Die OPEC+ hat am Wochenende bestätigt, ihre Fördermengen im ersten Quartal 2026 unverändert zu lassen. Damit bleibt das Bündnis zwar vorsichtig, sendet aber zugleich kein Signal für eine aktive Verknappung. Parallel dazu wächst das Angebot außerhalb der OPEC+ weiter. Insbesondere Brasilien, Kanada und die USA erhöhen ihre Förderung, während sich die globale Nachfrage zum Jahresanfang saisonal abschwächt. Die Internationale Energieagentur rechnet für 2026 mit einem Überangebot von mehreren Millionen Barrel pro Tag.
Geopolitisch bleibt die Lage angespannt, doch der Markt reagiert zunehmend selektiv. Die jüngsten Drohungen der US-Regierung gegenüber dem Iran sorgen zwar kurzfristig für Aufmerksamkeit, haben bislang aber keine Auswirkungen auf Produktion oder Exporte. Ähnlich verhält es sich mit der Lage im Jemen. Dort stehen sich Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate zunehmend feindselig gegenüber, nachdem ein Bündnis lokaler Akteure zerbrochen ist. Der Konflikt spielt sich bislang jedoch abseits zentraler Förder- und Transportrouten ab. Weder die Straße von Hormus noch wichtige Exporthäfen sind aktuell beeinträchtigt.
Auch Venezuela bleibt ein politischer Brennpunkt, hat aber an Marktmacht verloren. Trotz Sanktionen, Blockaden und interner Unruhen liegt die venezolanische Ölproduktion inzwischen bei unter einer Million Barrel pro Tag. Selbst ein kompletter Ausfall wäre im aktuellen Marktumfeld durch andere Anbieter kompensierbar. Entsprechend verpuffen diese Nachrichten zunehmend wirkungslos.
Die Heizölpreise können zum Wochenauftakt etwas abwerfen und starten insgesamt leichter in die Woche. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt heute Mittag bei rund 90,5 Cent je Liter und damit etwa 0,6 Cent unter dem Niveau der Vortage. In Österreich bewegen sich die Heizölpreise weiter seitwärts. Das Preis-Mittel liegt bei 1,05 Euro je Liter.
| Montag 05.01.2026 - 11:45 Uhr | Schluss Vortag 04.01.2026 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 60,72 $ pro Barrel | 60,80 $ pro Barrel | -0,13% |
| Gasöl | 618,50 $ pro Tonne | 615,50 $ pro Tonne | +0,49% |
| Euro/Dollar | 1,1684 $ | 1,1711 $ | -0,23% (etwas schwächer) |
| USD/CHF | 0,7952 CHF | 0,7925 CHF | +0,34% (etwas fester) |
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