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Heizölpreise stabilisieren sich nach turbulenter Vorwoche

Die Ölpreise können zum Wochenstart leicht zulegen. Während Brent und WTI von geopolitischen Spannungen rund um den Iran gestützt werden, wirken erste Signale einer Wiederaufnahme venezolanischer Exporte preisbremsend. Die Heizölpreise haben sich nach dem Auftrieb zum Wochenende auf vergleichsweise niedrigem Niveau stabilisiert, zeigen sich im DACH-Raum jedoch uneinheitlich.

Am Freitag legten die Rohölmärkte zunächst deutlich zu. Auslöser waren erneute Drohungen von US-Präsident Trump im Zusammenhang mit den anhaltenden Protesten im Iran sowie die Aussicht auf weitere Sanktionen gegen Russland. Brent und WTI überwanden dabei wichtige technische Marken, ehe im späteren Handel Gewinnmitnahmen einsetzten. ICE Gasoil zeigte sich zwar zeitweise fester, konnte das höhere Niveau jedoch nicht halten und ging nahe dem Eröffnungsbereich ins Wochenende.

Zum Wochenbeginn dominiert nun Abwarten. Die Marktteilnehmer richten den Blick vor allem auf die politische Entwicklung im Iran. Ein mögliches militärisches Eingreifen der USA würde erhebliche Mengen iranischer Exporte gefährden und auch den Ölfluss durch die Straße von Hormus infrage stellen. Gleichzeitig relativieren die Gespräche Washingtons mit großen Ölkonzernen über eine stärkere Rolle Venezuelas diesen Risikoaufschlag. Die Aussicht auf zusätzliche Lieferungen begrenzt aktuell das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen. Entsprechend notieren Brent und WTI am Morgen nur leicht über den Schlusskursen vom Freitag.

Diese gemischte Ausgangslage spiegelt sich auch am Binnenmarkt wider. In Deutschland bewegen sich die Heizölpreise nach dem Anstieg am Freitag weiterhin in einem vergleichsweise günstigen Bereich. Der bundesweite Durchschnitt verharrt bei rund 90 Cent je Liter für eine 3.000 Liter Bestellung. Die Nachfrage bleibt solide. Viele Verbraucher nutzen das Preisniveau zum Nachtanken.

In Österreich setzt sich der zögerliche Abwärtstrend fort. Heizöl hat sich nach dem markanten Rückgang seit Ende November auf etwa 1,05 Euro je Liter eingependelt. Die Preisentwicklung verläuft seit Jahresbeginn vergleichsweise ruhig, begleitet von einer gleichmäßigen Nachfrage.


Börsendaten:
Montag 12.01.2026 - 09:54 Uhr Schluss Vortag 11.01.2026 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 63,34 $ pro Barrel 63,02 $ pro Barrel +0,51%
Gasöl 626,25 $ pro Tonne 623,75 $ pro Tonne +0,40%
Euro/Dollar 1,1690 $ 1,1629 $ +0,52% (etwas fester)
USD/CHF 0,7957 CHF 0,8004 CHF -0,59% (etwas schwächer)


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