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Heizölpreise schwanken durch den August

Am Donnerstag nehmen die Ölpreise ihre Abwärtsroute wieder auf, nachdem der Verkaufsdruck an den Börsen gestern nachließ und die Notierungen zwischenzeitlich anzogen. Insgesamt hat Brent seit Wochenbeginn knapp sechs Prozent verloren, weil die Aussicht auf mehr Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus einen Teil der bisherigen Versorgungsängste nimmt. Am Vormittag ist die festere Tendenz vom gestrigen Handel noch in den Heizölpreisen enthalten. Zumindest in Deutschland starten diese mit Aufschlägen von durchschnittlich zwei Cent je Liter. Heizöl in Österreich kann dagegen weiter nachgeben.

An der Straße von Hormus mehren sich die Hinweise darauf, dass wieder mehr Öl aus dem Persischen Golf abtransportiert werden kann. Saudi-Arabien und der Irak haben ihre Verladungen zuletzt ausgeweitet. Ob dahinter volle Lager stehen oder tatsächlich wieder mehr Tanker die Meerenge passieren, lässt sich nicht eindeutig sagen. Für den Ölmarkt reicht die Aussicht auf eine bessere Versorgung aber aus, um einen Teil der Risikoprämie abzubauen.

Die Bedingungen für einen geregelten Schiffsverkehr verhandeln der Iran und der Oman weiter, entscheidend bleibt jedoch das Verhältnis zwischen Teheran und Washington. Die USA haben ihre Sanktionen verschärft und nehmen dabei auch Länder und Unternehmen ins Visier, die den iranischen Ölhandel unterstützen. Außenminister Abbas Araghtschi wandte sich daraufhin in einem Brief an die Vereinten Nationen und nannte die Maßnahmen staatlichen und wirtschaftlichen Terrorismus. Heute reist der katarische Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani nach Teheran, um über einen Abbau der Spannungen zu beraten. US-Präsident Donald Trump ließ derweil wissen, dass er für neue Gespräche keinen festen Zeitplan sieht.

Sorgen bereitet dem Markt zunehmend Russland. Die ukrainischen Angriffe auf Raffinerien und Ölanlagen treffen das Land empfindlich. Nach Analystenschätzungen fehlen inzwischen bis zu zehn Prozent der russischen Ölproduktion, bei Kraftstoffen ist der Ausfall noch größer. Weil die Friedensgespräche zugleich stillstehen, wächst der Druck auf Präsident Wladimir Putin. Beobachter rechnen mit einer weiteren Eskalation des Krieges.

Für zusätzliche Unruhe sorgt der Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe in Moskau. Nach Informationen aus US-Regierungskreisen soll Washington Hinweise darauf haben, dass Russland einen Angriff auf ein NATO-Land vorbereiten könnte. Als mögliches Ziel wird das Baltikum genannt. Die USA sollen Moskau deshalb vor einer Reaktion des Bündnisses gewarnt haben. Bei den Gesprächen spielte offenbar auch die russische Unterstützung für den Iran eine Rolle.

Für die Heizölpreise im Inland geht es nach der gestrigen Aufwärtsbewegung an den Börsen erstmal wieder nach oben. Im bundesweiten deutschen Durchschnitt kostet der Liter aktuell 1,32 Euro, das sind rund zwei Cent mehr als gestern. Das Zweiwochentief vom Mittwoch findet damit keine erhoffte Fortsetzung. Vielmehr zeigt sich, wie schwankungsanfällig die Preise in der aktuellen Lage bleiben. Mit Blick auf die durchschnittlichen Lieferzeiten von drei bis vier Wochen sollte so langsam die Tankstrategie stehen. Wer nur noch geringe Reserven hat, kann beispielsweise zunächst eine kleinere Menge bestellen und damit etwas Zeit gewinnen, ohne den Tank direkt vollständig aufzufüllen.

In Österreich zeigt sich dagegen ein etwas ruhigeres Bild. Der Liter kostet aktuell 1,60 Euro und gibt gegenüber gestern leicht nach. Größere Ausschläge bleiben weiterhin aus. Auch der österreichische Heizölpreis liegt weiterhin unter seinem bisherigen August-Durchschnitt von 1,61 Euro und hat sich von den höheren Niveaus zu Monatsbeginn entfernt.


Börsendaten:

Donnerstag 27.08.2026 - 11:06 Uhr Schluss Vortag 26.08.2026 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 87,59 $ pro Barrel 87,46 $ pro Barrel +0,15%
Gasöl 1.234,50 $ pro Tonne 1.230,00 $ pro Tonne +0,37%
Euro/Dollar 1,1647 $ 1,1653 $ -0,05% (konstant)
USD/CHF 0,8059 CHF 0,8050 CHF +0,11% (konstant)


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