Die Ölpreise starten nahe den Vortageshochs in den Dienstag, gestützt von stärkeren Konjunkturprognosen und einer Produktionsstörung in Kasachstan. Gleichzeitig dämpfen neue US-Zolldrohungen im Streit um Grönland die Stimmung. Die Heizölpreise im DACH-Raum zeigen sich seit Wochenbeginn uneinheitlich. In Deutschland und Österreich werden leichte Aufschläge verzeichnet.
Die Ölfutures begannen die neue Woche in ruhigem Fahrwasser, nachdem sich mehrere gegenläufige Faktoren die Waage hielten. Belastend wirkten vor allem die neuen Zolldrohungen von US-Präsident Trump gegen europäische Länder im Zusammenhang mit dem Grönland-Streit sowie die wieder anlaufenden Handelsströme für venezolanisches Öl. Stützend kamen dagegen mehrere Nachrichten aus Asien und Zentralasien. China meldete für 2025 ein Rekordniveau beim Rohöldurchsatz seiner Raffinerien, was die Bedeutung des Landes als Nachfrageanker unterstrich. Zusätzlich sorgte die vorübergehende Produktionsunterbrechung am riesigen Tengiz-Ölfeld in Kasachstan für neue Aufmerksamkeit auf der Angebotsseite.
Im weiteren Tagesverlauf halfen auch die nach oben korrigierten Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds für 2026, die Preise wieder etwas zu stabilisieren. Der IWF erwartet nun ein stärkeres globales Wirtschaftswachstum, insbesondere für die USA und China. Gasoil wurde zunächst von Gewinnmitnahmen am europäischen Gasmarkt mit nach unten gezogen, konnte sich aber angesichts einer weiteren Kältewelle in Teilen Europas besser halten als Brent und WTI. Am Ende schlossen die Rohölkontrakte nahe der Vortageshochs. Im frühen Dienstagshandel zeigen sich die Ölpreise uneinheitlich. Während Brent schwächer notiert (63,85 US-Dollar), kann WTI leicht zulegen (59,58 US-Dollar).
An den Heizölpreisen haftet am Morgen noch die feste Tendenz, die gestern an den Börsen vorherrschte. In Deutschland bewegt sich der bundesweite Durchschnittspreis für Heizöl aktuell bei rund 91,7 Cent je Liter und damit rund 0,3 Cent höher als gestern. Seit Dezember letzten Jahres schwanken die Heizölpreise in einer Spanne zwischen 88 und 92 Cent je Liter. Verbraucher nutzen die immer wiederkehrenden Rücksetzer, um nachzutanken.
In Österreich bleibt das Chartbild ruhig. Mit einem Durchschnittspreis von etwa 1,06 Cent je Liter liegt Heizöl praktisch auf dem Niveau der letzten Tage. Nach dem kräftigen Rückgang im Dezember hat sich dort eine stabile Zone ausgebildet, in der sich die Preise aktuell nur noch minimal bewegen.
| Dienstag 20.01.2026 - 10:49 Uhr | Schluss Vortag 19.01.2026 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 63,91 $ pro Barrel | 64,18 $ pro Barrel | -0,42% |
| Gasöl | 654,50 $ pro Tonne | 657,25 $ pro Tonne | -0,42% |
| Euro/Dollar | 1,1725 $ | 1,1644 $ | +0,70% (etwas fester) |
| USD/CHF | 0,7900 CHF | 0,7973 CHF | -0,92% (etwas schwächer) |
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