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Heizölpreise geben zum Wochenstart stark nach

Heizölinteressenten können sich heute Vormittag auf Preisrückgänge von bis zu 2,4 Cent pro Liter freuen. Die OPEC+ beschloss auch die letzten Reste der freiwilligen Förderquotenkürzungen aufzuheben. Derweil versuchen die USA per Sanktions- und Zolldrohungen Russland an den Friedensverhandlungstisch zu zwingen.

Der Euro startet mit 1,15 Dollar in die neue Handelswoche, folgt allerdings derzeit einem leichten Abwärtstrend. Währenddessen stagnieren die Ölproduktpreise und die Rohölpreise fallen deutlich. Die Nordseerohölsorte Brent wird derzeit mit 68 Dollar und die US-amerikanische Rohölsorte WTI mit 66 Dollar pro Fass gehandelt. ICE Gasoil fiel mit 679 Dollar pro Tonne deutlich unter die 700-Dollar-Marke.

Das Ölförderkartell OPEC+ entschied am vergangenen Wochenende, die Förderquoten im September um 547.000 B/T anzuheben. Damit hat das Kartell die seit der Coronapandemie bestehenden freiwilligen Förderquotenkürzungen effektiv aufgehoben. robusten globalen Nachfrage. Das Kartell begründet die Entscheidung mit einer robusten globalen Nachfrage.
Eine weitere Charge an Förderquotenkürzungen in Höhe von 1,65 Mio. B/T an Rohöl läuft derzeit planmäßig Ende nächsten Jahres aus.

Der Ölmarkt Fokus richtet sich nun auf die USA und Russland. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump fordert von Russland bis spätestens zum 08.08.2025 ernste Friedensverhandlungen mit der Ukraine zu beginnen. Sollte diese Frist ungenutzt verstreichen, drohen den Käufern russischen Öls Sanktionen und Strafzölle. Während sich die Ukraine bereits seit Monaten für Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen bereiterklärt, kommen auch bis jetzt keine entsprechenden Aussagen von russischer Seite.
Der Ölmarkt befürchtet, dass dadurch die angedrohten Zölle und Sanktionen ab kommenden Freitag eingeführt werden. Bereits jetzt änderten zwei Tankschiffe, mit russischer Ölladung und dem Ursprünglichen Ziel Indien, ihre Route.

Der stark eingebrochene Heizölpreis lässt die Nachfrage sprunghaft auf das knapp Vierfache des jahreszeitüblichen Wertes anspringen. 
In Österreich sanken die Heizölpreise heute Vormittag nur um im Schnitt 0,15 Cent pro Liter. In Deutschland können sich Interessenten derweil über Rückgänge von durchschnittlich 1,7 Cent pro Liter Heizöl freuen.
Die Ölpreise werden im Laufe der Woche wahrscheinlich hauptsächlich von Russlands Reaktion auf das US-amerikanische Ultimatum abhängen. Die Verhängung von Sekundärsanktionen und Strafzöllen würde praktisch den Kauf russischen Rohöls verhindern und dieses damit vom globalen Markt nehmen. Dies wiederum würde zu steigenden Ölpreisen führen. Auf der anderen Seite könnten ernsthafte russische Friedensbemühungen auch zu zeitnahen Lockerungen der bestehenden Sanktionen führen. 


Börsendaten:
Montag 04.08.2025 - 11:22 Uhr Schluss Vortag 03.08.2025 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 68,94 $ pro Barrel 69,52 $ pro Barrel -0,83%
Gasöl 679,50 $ pro Tonne 679,75 $ pro Tonne -0,04%
Euro/Dollar 1,1568 $ 1,1591 $ -0,20% (konstant)
USD/CHF 0,8088 CHF 0,8038 CHF +0,62% (etwas fester)



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