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Heizölpreise geben am Vormittag leicht nach

Heizölinteressenten profitieren heute Vormittag von Preisrückgängen von bis zu 2,10 Cent pro Liter. Der Aufwärtsdruck des neusten EU-Sanktionspakets verpufft am Ölmarkt ebenso wie die Ankündigung der E3-Staaten über die Wiederaufnahme der Atomabkommensverhandlungen mit dem Iran. Derweil fokussiert sich der Ölmarkt auf die für den ersten August anstehenden US-amerikanischen Zölle gegen die EU.

Der Euro startet mit 1,16 Dollar in die neue Woche und wartet wie die Rohölpreise auf neue Richtungsimpulse. Die Nordseerohölsorte Brent wird derzeit mit 69 Dollar und die US-amerikanische Rohölsorte Brent mit 67 Dollar pro Fass gehandelt. ICE Gasoil notiert derzeit bei 712 Dollar und folgt einem leichten Abwärtstrend.

Das neuste Sanktionspaket der EU gegen Russland entfaltet derzeit keinen Ölpreisaufwärtsdruck. Neben der Sanktion von weiteren hundert Schiffen wurde der Preisdeckel für russisches Rohöl abgesenkt und das Importverbort für russische Ölprodukte auf Drittstaaten ausgeweitet. Ausgenommen von der neuen Regelung sind Norwegen, die Schweiz, Großbritannien, die USA und Kanada. Beeinflussen wird dies hauptsächlich China und Indien, welche seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine deutlich mehr russisches Rohöl importieren.
Die USA unterstützen den von 60 Dollar pro Fass auf 47,60 Dollar abgesenkten Preis der EU bisher nicht. Damit dürfte die Umsetzung schwierig werden. Am einflussreichsten wird das Importverbot für russische Ölprodukte aus Drittstaaten vom Ölmarkt gewertet, allerdings ist die Kontrolle hier schwierig. Der Ölmarkt preist deshalb nur geringfügigen Aufwärtsdruck durch das neue Sanktionspaket ein.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben derweil den Iran zurück an den Verhandlungstisch gezwungen. Die auch als E3 bezeichneten Länder waren Teil des 2015 zwischen dem Iran und den USA, Russland, China und E3 geschlossenen Atomabkommens. Der Iran verkündete am kommenden Freitag die Verhandlungen wieder aufzunehmen, nachdem die E3 mit der Wiedereinführung ausgesetzter Sanktionen drohten. Der Ölmarkt verspricht sich allerdings nur wenig von den Verhandlungen, da der US-amerikanische Präsident die EU in diesem Zusammenhang zuletzt verbal herabgewertet hat.

Der Fokus des Ölmarktes liegt daher auf der steigenden OPEC+-Ölproduktion und den für den ersten August anstehenden US-amerikanischen Sanktionen. Von diesen wird unter anderem die EU betroffen sein. Dies könnte einen ähnlichen hohen Ölnachfragerückgang verursachen, wie der durch die US-amerikanischen Zölle ausgelöste Handelskrieg zwischen den USA und China. Donald Trump und der US-amerikanische Handelsminister Howard Lutnick betonen allerdings, dass ein Handelsabkommen mit der EU kurzfristig wahrscheinlich ist und die Zölle damit verhindert würden. In Ermangelung anderer Neuigkeiten, werden die Zölle dennoch vorerst eingepreist und sorgen für Abwärtsdruck am Ölmarkt.

Trotz der heute früh wieder gefallenen Heizölpreise liegt die Nachfrage deutlich unterhalb des jahreszeitüblichen Niveaus. Gleichzeitig suchen weiterhin mehr als vier Mal so viele Interessenten wie üblich nach einem Händler mit passenden Angeboten.
Die Heizölpreise in Österreich stagnieren heute Vormittag auf dem Vortagesniveau. Derweil sanken sie in Deutschland um 0,7 Cent pro Liter. Heizölinteressenten sollten die Handelsabkommen zwischen den USA und EU genau im Auge behalten. Sollte sich hier eine Einigung abzeichnen, dürften auch die Heizölpreise wieder steigen. 


Börsendaten:
Montag 21.07.2025 - 09:37 Uhr Schluss Vortag 20.07.2025 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 69,27 $ pro Barrel 69,23 $ pro Barrel +0,06%
Gasöl 713,00 $ pro Tonne 716,25 $ pro Tonne -0,45%
Euro/Dollar 1,1635 $ 1,1633 $ +0,02% (konstant)
USD/CHF 0,8012 CHF 0,8000 CHF +0,15% (konstant)


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