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Heizölpreise erreichen Monatstief

Nachdem die Ölpreise am Freitag noch bullishen Rückenwind vom DOE-Bericht und den Reporten der OPEC sowie EIA bekamen, starten diese weicher in die neue Handelswoche. Auch die Heizölpreise in der DACH-Region setzen ihre Abwärtsroute fort und verzeichnen in Deutschland ein Monatstief. Die Nachfrage ist wie zu erwarten ruhig, denn Verbraucher spekulieren nun auf weitere Abschläge.

Die Ölpreise testeten zum Wochenauftakt zunächst ihr Abwärtspotenzial. Doch WTI erholte sich rasch und kehrte auf das Niveau vom Freitag zurück, während Brent weiter nachgibt. Aktuell notieren die Preise für die amerikanische Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) und die Nordseesorte Brent bei 82,36 US-Dollar bzw. 85,11 US-Dollar. Die Freitagsstimmung an den Börsen blieb zunächst bullish, nachdem positive Inflationsdaten aus den USA, die die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung durch die Fed im September erhöhten und eine robuste US-Nachfrage stützten. Darüber hinaus gab der gescheiterte Anschlag auf Donald Trump, der am Samstag während einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania verübt wurde, Rückenwind.

Das Aufwärtspotenzial der Rohöl-Notierungen wird allerdings durch die Nachfrageentwicklung in China, dem weltweit größten Ölimporteur, ausgebremst. Rückläufige Importzahlen und eine schwache Raffinerieauslastung führten hier zu Besorgnis über eine nachlassende Nachfrage, was die Preise unter Druck setzte. Diese Entwicklung wurde durch den Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) unterstrichen, der auf eine schwächere Nachfrage hinwies. Zusätzlich meldete die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) die Entdeckung neuer riesiger Ölreserven am Offshore-Feld Al-Noukhitha. Diese Entdeckung könnte die bisherigen Ölreserven Kuwaits um 3,2 Milliarden Barrel erhöhen und somit die Position Kuwaits als einer der größten Ölproduzenten der OPEC weiter stärken. Trotz dieser gemischten fundamentalen Nachrichten bleiben die Ölpreise insgesamt stabil, da die Märkte zwischen den positiven und negativen Einflüssen balancieren. 

Nach ihrer kurzen Verschnaufpause zum Ende der letzten Woche, fallen die Heizölpreise heute schwungvoll auf ihr Monatstief. In Deutschland kostet der Liter bei einer Abnahme von 3.000 Litern durchschnittlich gut 97 Cent. Die Heizölpreise in Österreich verlaufen etwas gemächlicher, sind aber auch dort auf einem guten Weg. Der österreichweite Durchschnittspreis liegt aktuell bei knapp 1,18 Euro pro Liter. Die allgemeine Nachfrage ist etwas zurückgegangen, da Verbraucher nun auf weitere Abschläge spekulieren. 

Verglichen mit den Vorjahren können sich die Heizölpreise durchaus sehen lassen. Im letzten Juli kostete Heizöl im Schnitt um die 95 Cent je Liter. Das wäre die nächste Zielmarke, die es zu erreichen gilt. 2022 mussten Verbraucher in Deutschland noch Preise von durchschnittlich 1,45 Euro pro Liter zahlen. Und damit über 30 Prozent mehr als aktuell. Wer jetzt Heizöl ordert, erwischt einen guten Kaufzeitpunkt, bevor es im Spätsommer tendenziell wieder preislich anzieht.


Börsendaten:
Montag 15.07.2024 - 12:49 Uhr Schluss Vortag 14.07.2024 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 85,02 $ pro Barrel 85,27 $ pro Barrel -0,29%
Gasöl 771,25 $ pro Tonne 772,25 $ pro Tonne -0,13%
Euro/Dollar 1,0909 $ 1,0892 $ +0,16% (konstant)
USD/CHF 0,8940 CHF 0,8946 CHF -0,07% (konstant)



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