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Heizölpreisanstieg zum Wochenende

Aufgrund der steigenden Spannungen im Nahen Osten, ausgelöst durch die Beschlagnahmung eines irakischen Öltankers durch den Iran, steigen die Heizölpreise rasant an. Allein heute Vormittag zahlen Interessenten bereits 1,5 Cent mehr pro Liter, Tendenz steigend. Langfristig könnte Russland für Abwärtsdruck auf die Ölpreise sorgen. Laut eigener Aussage geht das Land davon aus die Mengen an Gas und Öl, welche zuvor nach Europa gingen, in diesem Jahr nach Indien und China verkaufen zu können.

Der Euro hält sich bei 1,097 Dollar, während die Rohöl- und Ölproduktpreise einer starken Aufwärtsbewegung folgen. Ein Fass der Nordseerohölsorte Brent wird derzeit mit 79 Dollar und ein Fass der US-amerikanischen Sorte WTI mit 73 Dollar gehandelt. ICE Gasoil steht derweil mit 799 Dollar pro Tonne kurz vor dem Durchbruch der psychologisch wichtigen 800 Dollar Marke. Damit sind weitere Heizölpreissteigerungen im Tagesverlauf sehr wahrscheinlich.

Der Konflikt im Nahen Osten droht sich auszuweiten und die Risikoaufschläge für Rohöl steigen rasant. Nachdem die Kampfhandlungen bisher auf Israel und mehrere Rebellengruppen begrenzt waren, kam es nun zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Irak und dem Iran. Letzterer hat einen irakischen Öltanker beschlagnahmt, welcher erst ein Jahr zuvor dem Iran durch die USA entwendet wurde. Während die Angriffe der Houthi-Rebellen auf die dortige Schifffahrtsroute im Bereich der Meerenge Bab al-Mandab konzentrieren, fand die iranische Besetzung nahe der Straße von Hormus statt, einer kritischen Meerenge über die rund 20 Prozent des täglichen globalen Ölbedarfs verschifft werden.

Währenddessen zeigt der durch den Westen verhängte Preisdeckel auf russisches Öl langsam Wirkung. Seit dem vierten Quartal 2023 setzen die USA diesen verstärkt durch und haben bereits mehrere Firmen und einzelne Schiffe für die Umgehung sanktioniert. Dies führte dazu, dass Russland rund 24 Prozent weniger Einnahmen aus Gas- und Ölverkäufen generieren konnte. Allerdings geht Russland davon aus 2024 mehr Öl und Gas nach China und Indien zu verkaufen und damit seine Einnahmen wieder zu steigern. Für die Ölpreise könnte dies langfristig Entspannung bedeuten, da dann wieder mehr des geförderten Öls dem Weltmarkt zur Verfügung steht.

Die Heizölpreise in Deutschland erleben heute einen deutlichen Aufwärtsschwung und verabschieden sich mit durchschnittlich 1,5 Cent je Liter deutlich teurer in das Wochenende. Stabil ist die 1 Euro-Marke lediglich im Saarland und in Sachsen. Alle anderen Bundesländer lassen diese vorerst hinter sich. Auch in der Schweiz stiegen die Preise um rund 0,65 Rappen. In Österreich folgen die Heizölpreise behäbig ihrem Abwärtstrend. Kaufinteressenten können mit im Tageslauf mit weiteren marginale Abschlägen rechnen. 


Börsendaten:
Freitag 12.01.2024 - 10:39 Uhr Schluss Vortag 11.01.2024 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 79,29 $ pro Barrel 78,49 $ pro Barrel +1,02%
Gasöl 800,25 $ pro Tonne 780,00 $ pro Tonne +2,60%
Euro/Dollar 1,0968 $ 1,0972 $ -0,04% (konstant)
USD/CHF 0,8531 CHF 0,8518 CHF +0,15% (konstant)

alle Angaben ohne Gewähr

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