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Heizöl: Mit Abwärtsschwung in die neue Woche

Die Ölpreise starten weicher in die neue Woche. Die Aussicht auf keine baldige Zinssenkung in den USA sorgte bereits im Freitaghandel für einen tüchtigen Preisdämpfer und nahm die Heizölpreise im Inland mit ins Gepäck. Die Nachfrage zeigt sich weiterhin zurückhaltend. Warten auf weiteres Abwärtspotenzial lautet nun die Strategie.

Die Ölmärkte stehen unter anhaltendem Druck, da Unsicherheiten bezüglich der Nachfrage und die geldpolitischen Signale der US-Notenbank die Preise beeinflussen. Brent und WTI verzeichneten am Freitagnachmittag deutliche Einbrüche, getrieben von der Sorge um eine verlängerte Hochzinsphase in den USA, die die wirtschaftliche Aktivität und damit die Ölnachfrage dämpfen könnte. Die Analysten der Citi Group revidierten ihre Prognosen und erwarten nun fallende Ölpreise, während die kanadische Ölproduktion robuste Wachstumssignale sendet.

Die Situation im Nahen Osten und die gestiegenen Rohölimporte Chinas senden gemischte Signale. Einerseits tragen geopolitische Risiken zur Volatilität bei, andererseits könnte die erhöhte Nachfrage aus China die Preise stützen. Charttechnische Indikatoren deuteten zeitweise auf eine mögliche Erholung hin, doch die Unsicherheit bleibt hoch. Die bevorstehende OPEC+ Vollversammlung am 1. Juni wirft zusätzliche Schatten voraus. Besondere Aufmerksamkeit erregte der Irak, der zunächst eine Verlängerung der Förderkürzungen ablehnte, später jedoch seine Verpflichtung zu bestehenden Vereinbarungen betonte. Diese Unstimmigkeiten spiegeln die Herausforderungen innerhalb der OPEC+ wider, insbesondere da der Irak seine Produktionsquoten seit Jahresbeginn bereits überschritten hat und einen Kompensationsplan vorlegen muss.

Während die fundamentalen Marktdaten eine eher gedämpfte Stimmung widerspiegeln, bleiben die Finanzmärkte gespannt auf die nächsten Schritte der US-Notenbank und die zukünftige Förderpolitik der OPEC+. Der Markt reagiert damit weiterhin sensibel auf politische und wirtschaftliche Nachrichten, die sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite beeinflussen.

In Deutschland kommen die Heizölpreise nach ihrer Aufwärtsbewegung am Freitag ein gutes Stück zurück und pegeln sich aktuell bei durchschnittlich 98 Cent je Liter ein. Der Abwärtsschlenker zum Wochenauftakt hat noch zu wenig Kraft, um die Nachfrage anzukurbeln. Diese erwacht nur langsam aus ihrem Standby-Modus. In Österreich bewegen sich die Heizölpreise am Montag kaum. Auch dort ist das Warten-Lager wesentlich größer als das der Kaufinteressierten. Viele Verbraucher sehen noch Chancen auf eine weitere Abwärtsbewegung. Zudem führen die anhaltend warmen Wetterbedingungen zu einem spürbaren Rückgang im Verbrauch von Heizöl.

Börsendaten:
Montag 13.05.2024 - 12:54 Uhr Schluss Vortag 12.05.2024 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 83,18 $ pro Barrel 82,78 $ pro Barrel +0,48%
Gasöl 755,00 $ pro Tonne 750,50 $ pro Tonne +0,60%
Euro/Dollar 1,0780 $ 1,0770 $ +0,09% (konstant)
USD/CHF 0,9068 CHF 0,9061 CHF +0,08% (konstant)


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