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Globale Nachfrage drückt auf Ölpreise

Neben den Währungsschwankungen sorgte gestern auch die Hoffnung des Ölmarktes, auf eine starke Sommernachfrage in den westlichen Nationen, für Preisanstiege. Heute Vormittag besinnt sich der Markt allerdings wieder auf die Fakten und die Ölpreise an der Börse beginnen nachzugeben. Die Inflation hält sich im Westen hartnäckig und verhindert damit schnelle Zinssenkungen, während in China der deflationäre Druck für eine sinkende Ölnachfrage sorgt. Zusätzlich liegen die US-amerikanischen Ölverbrauchszahlen der letzten Wochen, trotz der gestarteten Fahrsaison, deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Im Heizölmarkt der DACH-Region werden allerdings noch die gestrigen Anstiege eingepreist und Interessenten müssen bis zu 0,85 Rappen bzw. Cent mehr pro Liter Heizöl einplanen.

Der Euro verharrt bei 1,076 Dollar und wartet auf Richtungsimpulse. Die Ölpreise starten derweil weit über den gestrigen Vormittagswerten in den Handel, folgen allerdings einer moderaten Abwärtsbewegung. Die Nordseerohölsorte Brent konnte sich mit 81 Dollar pro Fass über die psychologisch wichtige 80 Dollar Marke kämpfen und auch die US-amerikanische Rohölsorte WTI konnte auf 77 Dollar pro Fass zulegen. ICE Gasoil legte auf 741 Dollar pro Tonne zu, was heute Vormittag noch vom Heizölmarkt eingepreist wird.

Der Ölpreisaufwärtsdruck durch die Währungsschwankungen in den USA und Europa sorgte im gestrigen Tagesverlauf für weitere Ölpreisanstiege. Heute Vormittag fokussiert sich der Ölmarkt allerdings auf die globale Ölnachfrage. Zwar basiert ein Teil des gestrigen Anstiegs auf der Hoffnung eines hohen Ölverbrauchs in der Sommersaison in den westlichen Nationen, allerdings sind den Spekulanten auch die aktuell unterdurchschnittlichen Zahlen in den USA bewusst. Die Fahrsaison startete dort und der Ölverbrauch blieb bisher hinter den Erwartungen zurück.

Zusätzlich hält sich die Inflation in der westlichen Welt hartnäckig und zwingt die Zentralbanken damit die Zinsen länger auf einem hohen Niveau zu halten oder ggf. langsamer als erhofft zu senken. Dies wirkt sich ebenfalls Ölpreis senkend aus.

Der Ölmarkt fokussiert sich deshalb auf den kommenden Mittwoch. Die US-amerikanische Zentralbank (Fed) wird hier eine zweitägige Tagung beenden und der Ölmarkt wartet auf das Ergebnis in Bezug auf den US-amerikanischen Leitzins. Zusätzlich werden am Nachmittag die Daten zu den Ölbeständen der USA veröffentlicht. Hier liegt die Hoffnung des Ölmarktes vor allem auf einem Anstieg der Benzinnachfrage. Allerdings werden am Mittwoch auch neue Wirtschaftsdaten für China veröffentlicht. Der Ölmarkt hofft, dass sich der dortige deflationäre Druck weiter abschwächt. Sollten die Preise allerdings um zwei Prozent oder mehr im Vorjahresvergleich gesunken sein, dürfte der Ölmarkt von einer sinkenden Ölnachfrage Chinas ausgehen, was sich preisdrückend am Ölmarkt auswirken würde.

In der gesamten DACH-Region stiegen die Heizölpreise heute Vormittag an. In Österreich wurde der Abwärtstrend der letzten Tage vorerst beendet und Heizölinteressenten müssen ein Plus von durchschnittlich 0,8 Cent pro Liter einplanen. In der Schweiz stiegen die Preise im Schnitt um 0,15 Rappen und in Deutschland um 0,85 Cent pro Liter Heizöl. Besonders im Westen der Bundesrepublik gibt es dennoch deutliche regionale Abwärtsbewegungen. 


Börsendaten:
Dienstag 11.06.2024 - 11:11 Uhr Schluss Vortag 10.06.2024 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 81,62 $ pro Barrel 81,94 $ pro Barrel -0,39%
Gasöl 740,25 $ pro Tonne 744,75 $ pro Tonne -0,60%
Euro/Dollar 1,0748 $ 1,0765 $ -0,16% (konstant)
USD/CHF 0,8969 CHF 0,8953 CHF +0,18% (konstant)

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