Nach dem festen Wochenauftakt, haben die Ölpreise am Dienstag nachgegeben. Brent und WTI blieben stabil, während Gasöl nach Gewinnmitnahmen spürbar zurücksetzte. Auch die europäischen Gaspreise korrigierten nach ihrem vorherigen Höhenflug. In der Folge sind die Heizölpreise in Deutschland deutlich gefallen, in Österreich knüpfen diese an das gestrige Niveau an. Mit den Preisnachlässen zieh auch das Bestellvolumen wieder an.
Nach dem festen Wochenstart legen die Ölfutures erstmal eine Verschnaufpause ein. Ausschlaggebend waren Gewinnmitnahmen bei Gasöl, die im Laufe des Montags einsetzten. Der Kontrakt hatte zuvor stark wegen der Kälte in Europa und den USA zugelegt und geriet nun unter Verkaufsdruck.
An der Versorgungslage selbst änderte sich wenig. In den USA hält der Kälteeinbruch weiter an und belastet den Energiesektor. In wichtigen Förderregionen wie dem Permian Basin kam es zu deutlichen Produktionsausfällen. Analysten schätzen, dass zeitweise bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag vom Markt genommen wurden. Zusätzlich meldeten mehrere Bundesstaaten Einschränkungen im Raffineriebetrieb sowie Störungen in der Erdgasversorgung. Diese Faktoren hatten den Markt zuvor gestützt, verloren gestern jedoch kurzfristig an Gewicht.
Parallel dazu bleibt die Lage in Europa angespannt. Die Kälte treibt den Gasverbrauch weiter nach oben und lässt die Speicher schneller schrumpfen. In der Folge waren die europäischen Gaspreise zuletzt deutlich gestiegen, bevor es gestern zu einer Gegenbewegung kam.
In Deutschland haben die Heizölpreise heute Morgen spürbar nachgegeben. Der bundesweite Durchschnitt ist auf rund 92,2 Cent pro Liter gefallen, das entspricht einem Rückgang von etwa 0,9 Cent gegenüber gestern. Der festere Euro federt zudem mögliche Preisrisiken ab und unterstützt die Entspannung im Inland. Folglich zieht das Bestellvolumen wieder leicht an. Wer kaufen muss, nutzt den Rücksetzer, um seinen Tank zu füllen.
In Österreich haben sich die Heizölpreise nach dem Anstieg zum Ende der vergangenen Woche nun wieder seitlich eingepegelt. Dort bleibt der flüssige Brennstoff in dem Korridor zwischen 1,07 und 1,08 Euro pro Liter.
| Dienstag 27.01.2026 - 11:15 Uhr | Schluss Vortag 26.01.2026 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 65,81 $ pro Barrel | 65,69 $ pro Barrel | +0,18% |
| Gasöl | 676,75 $ pro Tonne | 679,75 $ pro Tonne | -0,44% |
| Euro/Dollar | 1,1876 $ | 1,1876 $ | 0,00% (konstant) |
| USD/CHF | 0,7767 CHF | 0,7771 CHF | -0,05% (konstant) |